Verkehrswacht bot Aktion für junge Fahrer

Gegen den Tod im Straßenverkehr

Beim Sehtest: Heinz Siemon überprüfte am Mittwoch die Sehfähigkeit von Schwalmschülerin Lena Richhardt (16). Foto: Rose

Treysa. Die Kreisverkehrswacht Schwalm-Eder und die Ortsverkehrswacht Frankenberg organisierten gestern eine Aktion für junge Fahrer am Schwalmgymnasium in Treysa. Unter der Regie von Ferdinand Hagenbach klärten zwölf Experten über Gefahren im Straßenverkehr auf. Seit dem Jahr 2000 finden die Aktionstage für Zwölftklässler statt.

Dabei gehe es in erster Linie darum, die jungen Leute zu sensibilisieren. In der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen seien im Jahr 1969 noch 21 000 Menschen tödlich verletzt worden. Im vergangenen Jahr lag die Zahl der Verkehrstoten in dieser Gruppe bei knapp 4000. Das liege maßgeblich an der Gurtpflicht, die 1984 in Kraft trat. Der Gurt selbst war schon 1969 eingeführt worden, das Anlegen aber freiwillig. Prozentual höher liege stets die Quote der getöteten Motorradfahrer. 2010 kamen 635 Menschen ums Leben, weitere 76 Moped-Fahrer und etwa 400 Radfahrer.

Nach wie vor Thema bei jungen Fahrern sei der Umgang mit Alkohol. „Wer wieviel verträgt, hängt unter anderem vom Körpergewicht ab“, sagte Hagenbach. Die Experten warnten mit eindringlichen Bildern von Unfällen vor dem Konsum von Alkohol und Drogen. Mithilfe eines Überschlagwagens wurde außerdem ein Aufprall von zehn Stundenkilometern simuliert, sensibilisiert wurden die Schüler auch durch eine Rauschbrille. Hagenbach und sein Team warben jedoch auch um mehr Verständnis für ältere Fahrer: „Die Sehleistung eines 65-Jährigen ist bei Dunkelheit wesentlich schlechter als die eines 30-Jährigen. Wer sich über zu langsames Fahren ärgert, sollte sich dies bewusst machen.“ (zsr)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare