Gedenkfeier zum Volkstrauertag fand auf dem Wolfhager Ehrenfriedhof statt

Gegen das Vergessen

Feier auf dem Wolfhager Ehrenfriedhof: Bei trübem und feuchtem Wetter gestaltete der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Wolfhagen die Feier musikalisch. Foto:  zih

Wolfhagen. Auch in Wolfhagen versammelten sich am Volkstrauertag wieder viele Menschen auf dem Wolfhager Ehrenfriedhof, um der Frauen, Männer und Kinder zu gedenken, die Opfer von Krieg und Gewalt geworden sind.

„Am Volkstrauertag denken wir an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Frauen und Männer aller Völker. Wir denken an die, die als Soldaten, Vertriebene, Flüchtlinge, Gefangene und Zivilisten ihr Leben ließen. Wir denken an die Opfer von Verfolgung, Terrorismus sowie Hass und Gewalt. Wir trauern mit den Angehörigen.“ Das sagte Ullrich Messmer, Mitglied des Deutschen Bundestages sowie im Verteidigungsausschuss, als Hauptredner der Wolfhager Gedenkveranstaltung.

Aus Sicht eines jungen Menschen äußerte der mit seiner Familie in Wolfhagen lebende 21-jährige Kosovo-Flüchtling Josef Marku seine Gedanken zu diesem Gedenktag: „Die Toten, Opfer, Verfolgten brauchen immer unser Gedächtnis.“

Man gedenke an diesem Tag nicht nur der Menschen, die durch das Kriegsgeschehen getötet oder verletzt wurden oder während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft auf Grund ihrer ethnischen Herkunft, ihres Glaubens oder ihrer politischen Überzeugung verfolgt und ermordet wurden. Sondern auch aller Menschen, die durch Hass und Gewalt bis heute leiden und sterben müssen, sagte Ullrich Meßmer. Denn die Welt sei keineswegs friedlicher geworden. Meßmer appellierte an die Besucher, sich mit aller Kraft gegen das Vergessen von Krieg, Hass und Gewalt einzusetzen.

Musikalisch mitgestaltet wurde die Feier vom Wolfhager Posaunenchor sowie von Heinz und Christoph Weinreich. (zih)

Quelle: HNA

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