Kurt Makowski und Ehepaar Bersch zeigen Werke

Skulpturen und Malerei im Museum: Gegensatz trifft Gemeinsamkeit

Ausstellung: Gegensatz trifft Gemeinsamkeit heißt die Ausstellung von Skulpturen von Kurt Makowski (oben) und Bilder des Ehepaars Bersch. Fotos: Rose

Ziegenhain. Gegensätze und Gemeinsamkeiten - diesen Untertitel trägt die neue Ausstellung von Kurt Makowski und Diethard und Barbara Bersch im Museum der Schwalm in Ziegenhain. Am Sonntag wurde die Schau mit Skulpturen und Malerei eröffnet.

Zur Feierstunden kamen 100 Gäste, die Laudatio hielt Museumsleiter Konrad Nachtwey. Tatsächlich wurde keiner der drei als Künstler geboren: „Jedoch, und das gilt für alle, bilden sie sich stetig fort und sind Künstlervereinigungen angeschlossen“, sagte Nachtwey.

Als Autodidakten widmeten sich der gebürtige Düsseldorfer und Wahl-Neukirchener und das Ziegenhainer Paar Materialien wie Holz, Sandstein, Basalt, Leinwänden, Ölfarben und Kreide. Gegensätzlich - und hier griff Nachtwey den Untertitel gekonnt locker auf - sei die Arbeitsweise: „Skulpturen sind dreidimensional, Malerei ist zweidimensional.“ Das Relief, das man an Portalen von Schlössern entdecke, sei eine Vorstufe der Skulptur. „Grisaille“ bezeichne eine Malart - grau in grau - die den Eindruck von Dreidimensionalität erwecke.

Der Begriff Kunst sei viele Jahrhunderte davon geprägt gewesen, den Gegensatz zur Natur darzustellen. Denn Künstler seien lange auch Handwerker gewesen. „Das ist jedoch heute nicht mehr das Wesen der Kunst“, erläuterte Nachtwey. Vielmehr greife der Künstler heute Ideen auf.

Gleichwohl seien früher Bilder auch häufig Statusdarstellungen gewesen. „Dann brachte man auch Emotionalität ins Bild. Das war in etwa zur Zeit der Renaissance. Der Wandel ging auch mit der Bildung einher“, sagte der Kunsthistoriker. Handwerker seien zu Künstlern geworden.

Sicher, Rubens oder Rodin sei keiner der drei regionalen Künstler: „Aber wer sich die Werke aufmerksam anschaut, entdeckt, dass in Abständen von Jahrhunderten von Künstlern gleiche Gedanken gedacht werden“, verdeutlichte der Museumsleiter.

Das schöne an Hobbykünstlern sei, dass sie unverfälscht seien: „Sie malen, was sie können und nehmen das, was sie haben - und dafür lieben wir sie.“ (zsr)

Quelle: HNA

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