Leser erkannten das Anwesen auf alten Fotos

Geheimnis um Mühle ist gelüftet

Erfolgreiche Recherche: Das Foto zeigt die Familie Hildebrand aus Ludwigsau-Reilos. In deren Mühle arbeitete der inzwischen verstorbene Paul Renevret als Kriegsgefangener. Seine Tochter forschte in der Vergangenheit ihres Vaters. Foto: privat/nh

Schwalmstadt. Die Spurensuche war erfolgreich. Der Franzose Paul Renevret arbeitete als Kriegsgefangener des STALAG IXA Ziegenhain in der Mühle Hildebrand in Ludwigsau-Reilos (Landkreis Hersfeld-Rotenburg). Wir hatten alte Fotos veröffentlicht und unsere Leser aufgerufen, uns mitzuteilen, wo der Franzose gearbeitet haben könnte.

Nach Veröffentlichungen in der Schwälmer Allgemeinen und in der Hersfelder Zeitung meldeten sich Nachbarn und der Vater des aktuellen Eigentümers der Mühle.

Er selbst habe bis zu seinem 12. Lebensjahr dort als Nachbar gewohnt, und seine Großmutter habe ihm auch von den Franzosen berichtet, schrieb uns Manfred Rubener aus Ludwigsau.

Das bestätigte gegenüber der HNA auch Herbert Hildebrand aus Ludwigsau. Seine Familie ist seit mehreren Generationen Eigentümerin der Mühle.

Nach Angaben von Hans Gerstmann von der Gedenkstätte Trutzhain hatte sich die Tochter des inzwischen verstorbenen Renevrets vor einiger Zeit an die Einrichtung gewandt. Die Französin bat die Gedenkstätte, die an die Geschichte des Kriegsgefangenlagers IXA Ziegenhain erinnert, um Unterstützung bei einer Recherche. Sie wollte wissen, bei welcher Familie ihr Vater während der Zeit seiner Kriegsgefangenschaft gearbeitet haben könnte. Aus der Zeit der Gefangenschaft Paul Renevrets existieren noch zwei Fotos, die wir veröffentlichten.

Laut Gerstmann steht die Gedenkstätte Trutzhain inzwischen mit der Familie Hildebrand aus Ludwigsau in Kontakt. Nun werde man sich an die Tochter Renevrets wenden. (syg)

Quelle: HNA

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