Erste Freibäder öffnen am 1. Mai: Naumburg, Heimarshausen und Niederelsungen

Ab geht’s ins kühle Nass

Vorbereitungen: An blauen Pfosten muss noch das Sonnensegel für das Kleinkindbecken in der AquArena Naumburg montiert werden. Foto: nh

Wolfhager Land. Wasserratten aufgepasst: Am 1. Mai öffnen mit Naumburg, Heimarshausen (ab 11 Uhr) und Niederelsungen (ab 10 Uhr) die ersten Freibäder im Wolfhager Land. Dann können die ersten Schwimmer wieder im Freien ihre Bahnen ziehen, Kinder im Wasser planschen und spielen oder einfach mal abtauchen.

Neues Sonnensegel

Klein und Groß wird sich in der kommenden Badesaison in der Naumburger AquArena wohl fühlen: Durch Spenden des Fördervereins und der am Schwimmbadneubau beteiligten Firmen wird im Bereich des Kleinkindbeckens ein Sonnensegel installiert, zudem wurde die Bepflanzung entlang der Zaunanlage ergänzt. Der Kartenvorverkauf findet heute, Freitag, 30. April, von 15 bis 18 Uhr in der AquArena statt.

2009 kamen rund 19 000 Schwimmer in das Naumburger Freibad. „Mit rund 3000 Besuchern mehr als in 2008 war das schon eine Steigerung“, sagt Thomas Fingerling, Hauptamtsleiter der Stadt Naumburg. Der Trend bestätigte sich auch in Heimarshausen: Mit 6200 Besuchern, kamen 2009 600 mehr ins Freibad als noch 2008.

Trotz der steigenden Besucherzahlen sieht es aber mit einer Kostendeckung von zehn bis 15 Prozent wirtschaftlich nicht rosig aus: „Die Einnahmen decken bei weitem nicht die Personal- und Betriebskosten, beide Bäder sind nach wie vor hoch defizitär“, sagt Fingerling. Deswegen wurden auch die Eintrittspreise erhöht. Doch: „Wir können die Preise nicht verfünffachen. Dann müssten wir statt drei Euro für Erwachsene fünfzehn Euro nehmen und dann kommt keiner mehr“, sagt Fingerling.

Dieser Problematik ist sich auch Sven Gulau, Teamleiter der Bäder Niederelsungen und Wolfhagen bewusst, dennoch werden die Eintrittspreise dort nicht erhöht. Die laufenden Kosten habe man sowieso, ob mehr oder weniger Besucher kommen. Vor allem von Stammgästen leben die Bäder.

Viele Besucher locken

„Leider schreiben wir keine schwarzen Zahlen, sondern versuchen nur Schadensbegrenzung zu betreiben und möglichst viele Besucher ins Freibad zu locken“, sagt Gulau. Doch aufgrund der Wetterlage sei es so, dass gerade die Freibäder in den vergangenen Sommern nicht gebauchpinselt wurden. 2009 kamen nur knapp 5000 Besucher ins Niederelsunger Freibad – wenig im Vergleich zum Besucherrekord von über 16 000 im „Jahrhundertsommer 2003“. Deshalb wünscht sich Gulau flexiblere Öffnungszeiten: An einem warmen Sommertag auch mal früher zu öffnen oder am Abend länger aufzulassen, schwebt ihm vor. Ob das möglich ist, ist noch unklar. Eine Entscheidung, ob eine Tauchschule Kurse im Freibad Niederelsungen anbieten wird, sei auch noch nicht gefallen: Doch Gulau ist guter Dinge und hofft, dass das Tauchangebot dann gut angenommen wird.

Von Lisa Maria Neumeyer

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