Schulkinder haben es schwer

Gehweg am Felsberger Obertor wegen Einsturzgefahr weiter gesperrt

+
Wenn Hessen Mobil nicht zahlt, könnte die Stadt in Vorleistung gehen: Das ist zumindest ein Vorschlag der SPD. In jedem Fall müsse sich an der Situation schnell etwas ändern, fordern von links Stephan Bürger, Babette Tanner und Hans Poth.

Felsberg. Noch ist unklar, wann die einsturzgefährdete Mauer am Obertor in Felsberg saniert wird. Jetzt sucht die Stadt nach Lösungen. Eine Möglichkeit wäre, dass die Stadt bei der Finanzierung in Vorleistung geht. Kurzfristig soll nun aber die Stelle für Fußgänger abgesichert werden. Auch Schulkinder haben es schwer.

Auf ihrem Schulweg müssen viele von ihnen die vielbefahrene Ortsdurchfahrt überqueren - ohne Zebrastreifen oder Ampel als Hilfe. Denn der Gehweg am Obertor ist nach wie vor abgesperrt, weil die angrenzende Mauer einsturzgefährdet ist .

"Wir werden immer wieder von Anwohnern angesprochen", sagt Babette Tanner, eine der Vorsitzenden der SPD-Fraktion. "Die beste Lösung wäre, wenn die Mauer schnellstmöglich restauriert würde." Es gebe aber auch Alternativen: So könnte man zunächst einen Teil der Mauer abtragen, so dass sie zumindest nicht mehr nach vorne kippen könnte dann wäre es nicht mehr notwendig, den Gehweg davor komplett für Fußgänger zu sperren.

Aber derzeit sieht es nicht so aus, dass sich in Sachen Mauer etwas bewegt. Hessen Mobil-Sprecher Horst Sinemus sagte auf Anfrage der HNA: "Die Mauer gehört sicherlich auf die Prioritätenliste." Doch wann sie renoviert werde, könne er nicht sagen das hänge davon ab, wann das Land dafür Geld bereitstelle.

"Es ärgert uns, dass Hessen Mobil diese Sache nicht ernst nimmt", sagt Magistratsmitglied Hans Poth. Schließlich gebe es eine Verkehrssicherungspflicht für Schulwege. Um das Ganze zu beschleunigen, regt die SPD an, dass die Stadt in Vorleistung geht. "Wir würden den Bürgermeister unterstützen, wenn er mit Hessen Mobil eine Vorfinanzierung durch die Stadt aushandelt", sagt Stephan Bürger. "Wir wollen Druck gegen Hessen Mobil aufbauen."

Druck machen will jetzt auch Bürgermeister Volker Steinmetz, denn der Gehweg ist seit schon seit November gesperrt. Steinmetz hat bereits bei Hessen Mobil in Kassel vorgesprochen, denn: "Da ist jetzt Gefahr in Verzug: Wir brauchen jetzt dringend bautechnische und eine finanzielle Lösungen."

Doch die auf die Schnelle zu finden, dürfte schwer werden: Zum einen wünscht der Anwohner, dessen Grundstück sich hinter der Mauer befindet, eine Zufahrt. Das bedeutet, dass nun überlegt werden muss, ob und wie die bewerkstelligt werden kann. Und dann, und das ist wohl das größere Problem, ist die Frage der Finanzierung nicht geklärt.

"Wir wissen, dass es am Obertor massive Einschränkungen für die Fußgänger gibt", sagt Horst Sinemus. "Aber ohne Geld haben wir keine Chance, tätig zu werden."

Bei der Finanzierung sei aber keinesfalls Hessen Mobil allein gefragt: "Da ist die Stadt Felsberg auch mit im Boot." Man könne jetzt nur versuchen, die Situation für Fußgänger durch neue Regelungen zu verbessern.

Bürgermeister Volker Steinmetz reicht das nicht aus: "Ich erwarte, dass Hessen Mobil jetzt aktiv wird: Die Lage ist wirklich ernst."

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare