Jana Roske-Voß ist gemeinsam mit ihrem Mann für eine Kirchengemeinde zuständig

Geigerin auf der Kanzel

Auf dem Weg zu ihrer neuen Wirkungsstätte: Die neue Pfarrerin Jana Roske-Voß vor der Pfarrkirche Deute. Gemeinsam mit ihrem Mann Sebastian betreut sie jetzt die Kirchengemeinde Wolfershausen-Brunslar-Deute. Foto: Schorn

Wolfershausen. Jana Roske-Voß ist jung, freundlich und seit Anfang November die neue Pfarrerin in der Gemeinde Wolfershausen-Brunslar-Deute. Gemeinsam mit ihrem Mann Sebastian Voß, der seit einem Jahr im Wolfershäuser Pfarrhaus lebt, teilt sich die 31-Jährige jetzt die Pfarrstelle in der Kirchengemeinde. „Das ist meine erste Stelle als Pfarrerin. Ich bin noch ganz frisch und neu“, erzählt die gebürtige Kasselanerin lächelnd.

Bereits am vergangenen Wochenende fand der Begrüßungsgottesdienst in Neuenbrunslar statt. „Ich wurde hier sehr herzlich empfangen“, erklärt die junge Pfarrerin und fügt hinzu: „Ich freue mich auf meine Aufgaben hier.“

Zuvor absolvierte sie zwei Jahre lang ihr Vikariat im Kirchspiel Züschen-Haddamar-Heimershausen im Kirchenkreis Fritzlar, lebt aber bereits seit einem Jahr mit ihrem Mann im Wolfershäuser Pfarramt. „So habe ich schon einige Leute aus der Gemeinde kennen gelernt.“

In Kassel groß geworden

Aufgewachsen ist Jana Roske-Voß in einer Kasseler Musikerfamilie. So ist es kein Wunder, dass sie selbst mit Begeisterung Geige spielt. Die Entscheidung, Geistliche zu werden, stand allerdings nicht von Anfang an fest. „Nach dem Abitur hätte ich mir auch vorstellen können, Medizin oder Musik zu studieren. Ich wollte auf jeden Fall etwas mit Menschen machen“, sagt sie.

Zunächst machte sie in einer kirchlichen Einrichtung in Bad Hersfeld ein freiwilliges ökologisches Jahr. „Das hat sehr viel Spaß gemacht.“ Danach stand für sie fest: Ich will Pfarrerin werden. Also studierte sie in Bielefeld-Bethel, Berlin und Münster evangelische Theologie. „Es war gut, verschiedene theologische Ansätze während des Studiums kennen gelernt zu haben“, meint Roske-Voß. Zudem traf sie dort ihren späteren Mann, einen gebürtigen Westfalen, mit dem sie fortan gemeinsam studierte. Ihn nahm sie auch mit zurück in ihre Heimat Nordhessen.

„Als Stadtkind habe ich mittlerweile das Leben auf dem Land schätzen gelernt“, erzählt sie. Vor allem die Arbeit in ihrem Garten mache ihr Spaß.

In der neuen Gemeinde wird Jana Roske-Voß sich mit ihrem Mann Sebastian den Konfirmandenunterricht, die Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten und den Religionsunterricht in der Grundschule Neuenbrunslar teilen. Zudem wird sie die Beerdigungen und die Geburtstagsbesuche in Neuen- und Altenbrunslar von ihrem Mann übernehmen.

Von Michael Schorn

Quelle: HNA

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