Knüllwalder Nachtragshaushalt besser als gedacht, aber kein Jubelgrund

Das Geld fehlt an allen Ecken

Knüllwald. Das Defizit ist zwar kleiner als erwartet, dennoch stellt der Knüllwalder Nachtragshaushalt, den Bürgermeister Jörg Müller am Donnerstag einbrachte, keinen Grund zum Jubeln dar.

Das Werk weist zwar einen geringeren Fehlbetrag als veranschlagt aus – statt der 683 000 Euro sind es nur noch 418 000 Euro – dennoch brauche die Gemeinde weiter viel Mut zum Sparen, sagte Bürgermeister Müller in der Sitzung im Niederbeisheimer Bürgerzentrum.

Auf der Einnahmenseite stehen die um 320 000 Euro gestiegene Gewerbesteuereinnahmen, der Verkauf von Grundstücken im Gewerbegebiet mit 131 000 Euro, dem die Gemeindevertreter noch in der Sitzung in Niederbeisheim zustimmten.

Auf der Ausgabenseite sanken die Einnahmen aus der Einkommenssteuer um 45 000 Euro, die Zuweisung für den öffentlichen Nahverkehr sank um 33 000 Euro, weil der Kreis die alleinige Verantwortung dafür übernehmen wird, und die erhöhte Kreis- und Schulumlage schlägt mit 100 000 Euro zu Buche.

Mehr Geld gab die Gemeinde für Personal in den Kindergärten aus (13 500 Euro) und investierte 125 000 Euro in die Sanierung von Gebäuden. Die Schulden der Gemeinde liegen bei 13,2 Millionen Euro.

Die finanzielle Situation sei alles andere als einfach, sagte Müller. Er fordert angesichts der defizitären Haushalte aller Städte und Gemeinden im Kreis einen gerechteren Finanzausgleich. Bund und Länder nähmen sich zu viel heraus, bei den Kommunen hingegen komme zu wenig an, sagte Müller. Auch ist er kein Freund der neuen doppelten Haushaltsführung. Er vermutet, dass sie dazu diene, langfristig Gemeinden zusammen zu legen. (zty)

Quelle: HNA

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