Spendenübergabe bei der Schwälmer Tafel in Ziegenhain: Eon Mitte stiftet 3000 Euro

Geld für gedeckte Tische

Die Guten ins Töpfchen: Dekan Christian Wachter, Margret Artzt, Ingela Rheinwald, Hiltrud Holland-Letz und Erika Unger (vorn, von links) freuten sich über die Spende von Rainer Götzl. Foto: Rose

Ziegenhain. Über 3000 Euro freut sich das Team der Schwälmer Tafel in Ziegenhain. Gestern überbrachte Rainer Götzl, Vertriebsbüroleiter bei Eon Mitte in Borken, die Spende. Geld, das die ehrenamtlichen Helfer gut gebrauchen können. Betriebskosten wie Miete, Auto und besondere Projekte müssen überwiegend mithilfe von Spenden finanziert werden. „Allein für das Auto müssen wir 100 Euro pro Monat für Sprit einrechnen“, sagt Erika Unger.

Die Liste der Kosten ist lang. Geschäftsführerin Margret Artzt gibt einen Überblick: 8000 Euro schlugen im vergangenen Jahr für die Miete des Ladens zu Buche. 6000 Euro für die Fahrzeuge, die zur Abholung der Waren dringend nötig sind sowie 2000 Euro für Geschäftsbedarf wie etwa Reinigungsmittel. Für Sonderaktionen – dazu zählen Projekte für Schulanfänger und die Weihnachtsaktion – wurden nochmals 4500 Euro ausgegeben. Ein Teil decke sich der Laden durch die Beiträge der Kunden, hier kämen etwa 4500 Euro zusammen. „Aber durch die gestiegenen Betriebskosten haben wir mittlerweile Mühe, diese Beträge aufzubringen“, sagt Artzt. 2011 gingen bei der Tafel Spenden in Höhe von 5300 Euro ein, für spezielle Projekte weitere 2000 Euro.

Doch nicht finanziell, auch mit Sachspenden wird der Tafelladen unterstützt: „Ein Landwirt versorgt uns seit Wochen mit Kartoffeln“, erzählt Ingela Rheinwald. Und Hiltrud Holland-Letz berichtet, dass im Sommer viele Menschen Obst aus ihren Gärten, Eingemachtes oder Marmeladen gespendet hätten. Unterstützt wird die Tafel von allen umliegenden Supermärkten und einem Betrieb für Gastronomiebedarf.

Keine Lebensmittel gibt es nach wie vor vom Discounter Aldi: „Aber es laufen derzeit auch bei Aldi-Nord Pilotprojekte. Wir hoffen, dass es bald eine Zusage gibt“, sagt Unger. Die Supermärkte stiften nicht nur Lebensmittel, es gibt auch Pfandspendenaktionen. „Bei Rewe können Kunden Aktionstüten mit Artikeln zu kaufen, die es im Tafelladen sonst nicht gibt. Damit können wir unser Sortiment aufstocken“, erklärt Rheinwald.

Geplant ist in diesem Jahr wieder eine Weihnachtsaktion. Alle Kunden bekommen eine zusätzliche Tüte Lebensmittel. Für Kinder hält das Team ebenfalls Geschenke bereit. Außerdem haben Menschen für die Tafel gestrickt: Strümpfe, Mützen und andere wärmende Kleinigkeiten.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare