Neue Bauhof-Heizanlage könnte deutliche Einsparung bringen

Geld nicht verheizen

Homberg. Ein deutlich positives Signal an die Mitarbeiter des Bauhofes gibt Bürgermeister Dr. Nico Ritz vor der Stadtverordnetensitzung heute Abend: „Der Standort Homberg steht durch die interkommunale Zusammenarbeit nicht in Frage.“ Das sagte Ritz mit Blick auf die Tagesordnung, denn dabei geht es unter anderem um drei Haushaltssperren, die den Bauhof betreffen.

Eine neue Stahlhalle sollte für den Bauhof gebaut werden, da die Lagermöglichkeiten am Baubetriebshof ausgeschöpft seien. In der neuen Halle sollten unter anderem die mobile Bühne, die Multifunktionsarena und insbesondere Holzhackschnitzel für die geplante Hackschnitzelheizung gelagert werden. Die 35 000 Euro dafür wurden wegen der angespannten finanziellen Situation der Stadt aber erstmal gesperrt.

Sinnvolle Lösung

„Es ist sinnvoll, das Geld dafür auszugeben, weil wir es einmal in die Hand nehmen und dauerhaft profitieren“, so Ritz. Und: Der Bau sei vermutlich sogar um einiges günstiger machbar. Denn der Bauhofleiter habe eine Idee entwickelt, Kosten zu sparen: Im ehemaligen Kasernengelände gebe es alte Panzerwaschanlagen mit Stahldächern, die niemand gebrauchen könne. Diese Dächer könne man umbauen und für den Bauhof nutzen.

Sinnvoll sei auch die Erneuerung der Heizungsanlage im Bauhof durch eine Hackschnitzelheizung. „Wir kaufen auf der einen Seite Öl ein, und auf der anderen zahlen wir Geld für die Entsorgung unseres Grünschnitts“, so Ritz. Das sei nicht effektiv. Zudem sei die Technik der 1993 eingebauten Ölheizung veraltet und energetisch ineffizient. Zusätzlich müssten die Nebengebäude mit einer Gastherme beheizt werden, da die Heizleistung nicht ausreiche. „Wir könnten durch die Erneuerung auf kurze Sicht eine deutliche Ersparnis erzielen.“

Zudem geht es um die Bestuhlung für den Aufenthaltsraum im Baubetriebshof – unter anderem eine Sammlung aus Altbeständen der Dorfgemeinschaftshäuser. Viele der Stühle seien in einem desolaten Zustand. Es bestehe sogar Verletzungsgefahr. Für 4000 Euro sollen neue Stühle und Tische gekauft werden. Auch diese Summe wurde gesperrt.

Ebenfalls auf der Tagesordnung steht der bislang blockierte Zuschuss für das Stadtmarketing in Höhe von 110 000 Euro. Ob das so bleibt, darüber entscheiden heute die Stadtverordneten.

Weitere Themen: Sachstandsbericht Konversion, Rückabwicklung Kaufvertrag Hucke/Althaus (die Grundstücke in der ehemaligen Dörnbergkaserne sollen bewertet werden) sowie Beratung und Beschlussfassung über neue Straßennamen im ehemaligen Kasernengelände.

• Donnerstag: 19 Uhr, Stadtverordnetensitzung, Stadthalle.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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