30.000 Euro von Bund und EU

Mehrgenerationenhaus Felsberg: Geld für weitere drei Jahre

Felsberg. Mit 30.000 Euro für Gehälter und Honorare ist die Arbeit des Mehrgenerationenhauses in Felsberg gesichert. Bis Ende 2014 kann und soll das Geld verwendet werden, und zwar für genau definierte Aufgabenbereiche.

Insgesamt profitieren 28 Einrichtungen dieser Art in Hessen von dem Geld von Bund und Europäischer Union.

Voraussetzung, um in die das Folgeprogramm aufgenommen zu werden, war auch, dass sich die Kommune mit 10.000 Euro an der Finanzierung beteiligt. Im Fall von Felsberg ist dies der Schwalm-Eder-Kreis, der die Räume an der Gesamtschule im entsprechenden Wert zur Verfügung stellt, erläuterte Inge Koch. Sie ist Felsbergs Kinder- und Frauenbeauftragte und auch für das Mehrgenerationenhaus zuständig, das am 1. August 2008 in Aktionsprogramm des Bundes aufgenommen worden war.

Erfüllt werden müssen die Aufgabenbereiche Alter und Pflege, freiwilliges Engagement, haushaltsnahe Dienstleistungen, Integration und Bildung. Für Felsbergs Mehrgenerationenhaus ist dies alles nicht neu, es ändern sich lediglich Details.

- Alter und Pflege: Mit der Stadt Felsberg, dem Verein Kifas und der Awo-Altenpflegeschule gemeinsam werden Alltagsbegleiter für Senioren ausgebildet und eingesetzt. Zusammen mit dem städtischen Seniorenbüro werden Beratungen angeboten. Gudrun Rode organisiert das Erzählcafé. Im Mehrgenerationenhaus, kurz MGH, gibt es einen Seniorentreff. Der Hol- und Bringdienst per MGH-Bus soll noch ausgebaut werden, sagt Inge Koch. Ältere Felsberger können sich beispielsweise zum Seniorentreff fahren lassen oder zum Friedhof oder um mal wieder selbst etwas einzukaufen. Koch: „Wir überlegen auch, ob wir zusammen mit Kifas und den Pflegdiensten weitere Angebote machen können.“

- Freiwilliges Engagement: Auch hier arbeitet das Mehrgenerationenhaus eng mit Kifas zusammen, aber auch mit der neuen Freiwilligenagentur und den neuen Ehrenamtslotsen. Außerdem gibt es zwölf Gastgeberinnen, die sich im Seniorentreff um die Gäste kümmern. Weitere Bausteine sind der runde Tisch für Vereine und die Zusammenarbeit mit dem Job-Center. Ein wichtiges Kriterium der Förderung der Mehrgenerationenhäuser ist es, Arbeitsplätze zu schaffen und letztlich Arbeitslose in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln.

- Haushaltsnahe Dienstleistungen: Da bietet das MGH den Senioren- und Familienservice, unter anderem mit Essen auf Rädern und der Unterstützung im Haushalt.

- Integration und Bildung: Hierbei werden vorrangig Mitglieder von Familien mit Migrationshintergrund angesprochen. Derzeit gibt es Bewerbungskurse für Migrantinnen. Geplant sind für sie aber auch Sprachkurse, ein regelmäßiges Frauenfrühstück für verschiedene Kulturen, Sprechstunden, in denen Fragen des Alltag geklärt werden können und eine Hausaufgabenhilfe speziell für Migrationskinder.

Um das alles auf die Beine stellen zu können, bedarf es eines großen Netzwerkes. So sind neben der Stadt und dem Landkreis, neben Kifas und der Awo-Altenpflegeschule unter anderem auch die Starthilfe, die Jugendwerkstatt und die Gesamtschule eingebunden. Inge Koch: „Um möglichst viele Arbeitsplätze zu schaffen, wünscht das Familienministerium auch möglichst viel Kooperationspartner.“ Und lässt sich nachweisen, ob alle Vorgaben erfüllt werden.

Quelle: HNA

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