Typisierungsprojekt an Göttinger Uni: Ärztin Birgit Schill sucht finanzielle Helfer

Geldspende rettet Leben

Birgit Schill

Gudensberg/Göttingen. Sie kommt nicht davon los: Das Thema Knochenmarkspende und Typisierung bewegt die Gudensberger Ärztin Birgit Schill seit vielen Jahren. Erst recht, nachdem ihr Aufruf zur Typisierung für das kleine Baby Maxi aus Northeim vor knapp zwei Jahren so ein großer Erfolg war.

Spenden von mehreren tausend Euro waren damals zusammen gekommen, außerdem ließen sich 500 Menschen in ihrer Praxis typisieren und wurden in die Knochenmarkspender-Datei in Göttingen aufgenommen.

Jetzt engagiert sich Birgit Schill erneut für eine Aktion. Sie möchte Dr. Hans Neumeyer unterstützen, den Leiter der Knochenmark- und Stammzellenspender-Datei Göttingen (KMSG). Er hat das Projekt „Studenten retten Leben – 1000 Studenten gegen Leukämie“ ins Leben gerufen.

Am 12. und 14. Juni

Ihm geht es darum, viele junge Leute zu animieren, sich typisieren zu lassen. Am 12. und 14. Juni werden Mitarbeiter und Helfer der KMSG im Bereich der Mensa der Universität Göttingen ihre Tische aufstellen und möglichst vielen Studenten Blut abnehmen, dass dann typisiert, das heißt untersucht werden kann.

Neumeyer ist zuversichtlich, dass er an diesen beiden Tagen erfolgreich sein wird und 1000 neue potenzielle Lebensspender findet. „Die Gruppe der jungen Studenten ist eine der besten Quellen für jungen, gesunde Stammzellspender“, sagt Dr. Neumeyer.

Birgit Schill unterstreicht das: „Je jünger der Stammzellspender ist, desto besser sind die Chancen, dass sie beim Empfänger wie gewünscht wirken“, sagt sie. Das sei der Grund dafür, dass nur Menschen von 18 bis zum Lebensalter von 55 für Typisierungen in Frage kommen. Blutstammzellen kann man bis zum 60. Lebensjahr spenden.

Allerdings kann jeder, auch wenn er älter ist, die Bemühungen um lebensrettende Behandlungen von Leukämiekranken unterstützten: mit einer Geldspende. Denn die Typisierungen sind teuer. Jede einzelne kostet 50 Euro, das heißt bei 1000 Studenten sind das 50 000 Euro.

„Die Krankheit kann jeden treffen“, appelliert Birgit Schill, die Angehörigen, Freunde, Nachbarn. Findet sich dank einer früheren Typisierung ein passender Spender, kann ein Leben gerettet werden: Das zeigt auch das Beispiel von Maxi, der heute quicklebendig ist. • Wer dem Projekt „Studenten retten Leben“ helfen will, kann seine Spende überweisen auf das Konto des Fördervereins Hoffnung e.V., Konto 056 023 054, Sparkasse Göttingen, BLZ 260 500 01, Verwendungszweck: Studenten 2012.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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