2500 Euro Strafe für Neukirchener - Weiteres Verfahren wegen Mietkaution eingestellt

60-Jähriger vor Gericht: Geldstrafe wegen Waffenbesitz

Schwalmstadt. Wegen unerlaubten Waffenbesitzes und einer nicht zurückgezahlten Mietkaution musste sich ein 60-Jähriger vor dem Amtsgericht in Schwalmstadt verantworten.

Dem Angeklagten aus Neukirchen wurde vorgeworfen, im Besitz von drei Schusswaffen, bestehend aus einer Flinte, einer Büchse und einem Karabiner, ohne Erlaubnis gewesen zu sein.

„Ich habe versucht, die Waffen zu verkaufen. Das ist mir jedoch nicht gelungen“, versuchte der Angeklagte sich zu rechtfertigen. Der 60-Jährige war im Besitz eines Waffenscheines, den er jedoch wegen zwei Straftaten, Betrug und Fahren ohne Versicherungsschutz, entzogen bekam. Bis Mitte März sollte der Angeklagte die Waffen entweder abgeben oder unbrauchbar machen. Dies tat er jedoch nicht.

„Die Waffen befanden sich bei der Beschlagnahmung im Keller des Angeklagten. Es sind schon ältere und vor allem seltene Schusswaffen. Munition war bei den Waffen nicht dabei“, berichtete ein Kriminalbeamter, der als Zeuge vorgeladen war.

Desweiteren soll sich der kaufmännische Angestellte aus Neukirchen geweigert haben, eine geforderte Mietkaution einer Mieterin nicht zurückgezahlt zu haben. „Ich warte seit fast zwei Jahren auf 500 Euro Mietkaution“, sagte die 23-jährige Mieterin, die nur zwei Monate bei dem Angeklagten in dessen Elternhaus zu Miete gewohnt hatte. Der 60-Jährige aus Neukirchen sagte aus, er habe gewartet bis die Abrechnung der Mietnebenkosten erfolgt ist. Laut der 23-Jährigen habe er sich aber nicht um die Abrechnung gekümmert.

Nach Einigung des Richters und einer 15-minütigen Pause, holte der Angeklagte die 500 Euro von der Bank und gab sie der 23-jährigen Mieterin. Das Verfahren gegen den 60-Jährigen wurde daraufhin eingestellt, das Verfahren wegen unerlaubten Waffenbesitzes stand aber noch im Raum. „Der Angeklagten wurde mehrmals hingewiesen, dass er die Waffen entweder abgeben oder unbrauchbar zu machen hat. Er macht einfach, was er für richtig hält“, sagte die Staatsanwältin und plädierte auf eine Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 30 Euro.

Nach kurzer Beratungszeit verurteilte Richter Grebe den Mann aus Neukirchen zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 50 Euro.

Insgesamt hat der kaufmännische Angestellte daher eine Geldstrafe in Höhe von 2500 Euro zu zahlen. Außerdem werden die Schusswaffen eingezogen.

Quelle: HNA

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