TSV Geismar wurde von der Egidius-Braun-Stiftung für seine Arbeit ausgezeichnet

1:0 für gelungene Integration

Sind ein Team: Von links Eebbissaa Garbaa, Kreisfußballwart Erwin Naumann, Nani Gebele, Philipp Paul, Khalid Dahir, Jörg Naumann und Björn Meise vom TSV Geismar. Foto: privat

Geismar. Beim TSV Geismar jubelt man nicht nur über Tore, einen schönen Erfolg haben die Sportler jetzt auch auf und neben dem Fußballplatz erzielt: Der Verein wurde für seine vorbildliche Integrationsarbeit von der Egidius-Braun-Stiftung ausgezeichnet. „1:0 für ein Willkommen“, heißt die Initiative, die bereits fünf Vereine aus dem Landkreis für ihr großes Engagement in Sachen Integration von Flüchtlingen/Ausländern ausgezeichnet hat.

Gezielt habe der Verein Kontakt zur Caritas aufgenommen, die in Fritzlar das „Haus Sonnenschein“ betreibt. Dort werden unbegleitete jugendliche Flüchtlinge betreut.

„Wir hoffen, mit unserem Engagement den Jugendlichen auch und insbesondere durch den Fußball eine Perspektive aufzeigen zu können“, so der Jugendleiter des Vereins, Jörg Naumann. Man habe so bereits mehrere Spieler gewinnen können. Den jungen Männern wird eine kostenlose Mitgliedschaft im Verein angeboten, ebenso wie diverse Fußballutensilien. So wurde jedem neuen Spieler aus dem Haus Sonnenschein als eine Art Willkommenspaket vom TSV Geismar Trikots, Hosen, Stutzen und Schienbeinschoner geschenkt.

Bester Beweis für den Erfolg der Initiative: Sämtliche Fußballschuhe wurden von den jugendlichen Mitspielern in Eigenregie zusammengetragen, teilt der Verein mit.

Auch eine Art Fahrservice zum Training und zu den Spielen wurde für die Spieler eingerichtet, außerdem bekommen sie auch Hilfe bei Behördengängen vom Verein, falls niemand vom Haus Sonnenschein sie begleiten kann.

Die Ehrung des TSV Geismar fand während einer Feier statt. Kreisfußballwart Erwin Naumann überreichte die Urkunde. Und: Neben einem Scheck in Höhe von 500 Euro freuten sich die Fußballer über einen neuen Satz Trainingstrikots und Bälle.

Verwendung hat man für den Scheck übrigens auch schon: „Davon können wir weitere Fußballschuhe zur Verfügung stellen und die Arbeit mit dem Haus Sonnenschein intensivieren“, sagt Naumann. (may)

Quelle: HNA

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