Planschen kann beginnen

Gemeinde Frielendorf sanierte in beiden Freibädern die Kleinkinder-Becken

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Hoffen, dass bis zur Eröffnung der Badesaison alles fertig ist: von links Markus Jäckel (Bauamt),Schwimmmeister Volker Siemon, Bürgermeister Thorsten Vaupel und Ruth Nöll (Förderverein) im frisch sanierten Planschbecken im Frielendorfer Freibad. 

Frielendorf. Frielendorf ist der Bäderort im südlichen Schwalm-Eder-Kreis. Neben dem Silbersee und dem Wellness-Paradies kann die Großgemeinde mit zwei Freibädern aufwarten.

Mit der Eröffnung der Freibadsaison am kommenden Donnerstag bieten das Freibad im Kernort sowie das in Großropperhausen frisch sanierte Kinderplanschbecken.

Die Sanierung

Die Gemeinde setzte bei der Sanierung auf ein äußerst einfaches und kostengünstiges Prinzip. In Frielendorf wurde quasi ein Betonbecken auf das vorhandene Becken gesetzt, erklärt Volker Siemon, der in der Gemeinde für den Bäderbetrieb zuständig ist. Das Betonbecken wurde mit speziellen PVC-Folien ausgekleidet. Diese Folien gelten als besonders reißfest und robust. Der Hersteller biete eine 20-jährige Garantie, sagt Siemon. Auch seien Reparaturen einfach zu erledigen. Die Gemeinde hat bereits gute Erfahrungen mit dieser Form von Folienauskleidungen gemacht. 2010 war bereits das große Becken mit Kunststoff ausgelegt worden. Im Gegensatz zur blauen Folie im Schwimmerbecken sind die Planschbeckenböden mit grobkörnig-sandfarbener – weich wie ein Teppich – ausgestattet. Das liefert zum einen so etwas wie Strandgefühl, und zum anderen bietet es Rutschsicherheit, meint Siemon.

Großropperhäuser Planschbecken: Es wurde ebenfalls mit Kunststoff-Folie ausgelegt.  

Die Arbeiten

Bis auf das Verlegen der Folien erledigten die Frielendorfer die Arbeiten selbst. Auch die Planung des Vorhabens wurde nicht ausgelagert. Die hat Bautechniker Markus Jäckel aus dem Bauamt der Gemeinde übernommen. Mit den Rohr- und Betonarbeiten waren die Mitarbeiter des Bauhofs beschäftigt. Mitglieder des Fördervereins brachten sich bei der Gestaltung der Flächen um das Planschbecken herum mit ein, sagt Ruth Nöll vom Förderverein des Frielendorfer Freibades. Der Verein hat sich insbesondere für das Auftreiben von Spenden starkgemacht. 10 000 Euro sind auf diese Art und Weise zusammen gekommen. Der Großropperhäuser Förderverein habe sich durch ein hohes Maß an Eigenleistung ausgezeichnet, so Bürgermeister Thorsten Vaupel. Die Auslegung der Folien des Frielendorfer Planschbecken kostete 25 000 Euro, das des Großropperhäuser 10 000 Euro weniger. Kontroverse politische Diskussionen habe es um die Sanierung der Planschbecken nicht gegeben, so Vaupel.

Die Freibäder in Frielendorf haben jeweils Kombibecken mit Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich mit Rutschen. Zum Frielendorfer Becken kommt noch ein Sprungbereich mit einem Ein- und einem Drei-Meter-Brett. Das Ropperhäuser Bad hat ein Ein-Meter-Brett. Beide Bäder bieten Liegewiesen mit schattenspendenden Baumbereich und einen Kiosk. Das Planschbecken im Frielendorfer Freibad verteilt seine runde Form mit einem Sprudelrondell auf 140 Quadratmetern. Das Babybecken in Großropperhausen ist rechteckig und 50 Quadratmeter groß. Die Gemeinde beschäftigt zwei Schwimmmeister, hinzu kommen Ehrenamtliche, die bei der Badeaufsicht unterstützen.

Quelle: HNA

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