Glasfaser für Dörnberg?

Gemeinde Habichtswald hofft auf schnelles Internet durch Einstieg einer Firma aus Westfalen

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Könnte für Dörnberg Realität werden: Die Deutsche Glasfaser, ein Unternehmen aus Borken, möchte in den kommenden Wochen für ihr Angebot werben – sie will den Ortsteil mit Glasfaserkabeln versorgen. 

Dörnberg. Die Internet-Verbindungen in Dörnberg sind alles andere als leistungsstark. Bereiche, in denen die Übertragungsgeschwindigkeit unterhalb von 30 Mbit/s liegt, gibt es viele.

Nun scheint es für die Dörnberger Hoffnung zu geben. Wie Bürgermeister Thomas Raue (SPD) sagt, interessiere sich Deutsche Glasfaser Holding GmbH brennend für den Habichtswalder Ortsteil. Es möchte in jeden Haushalt Glasfaser legen – das bedeutet: Übertragungsraten von mindestens 200 Mbit/s.

Nachdem sich die Gemeinde bislang vergeblich um eine bessere Versorgung Dörnbergs bemüht hatte, knüpfte sie vor einigen Monaten Kontakt zur Deutschen Glasfaser mit Sitz im westfälischen Borken. Und die zeigt Interesse. Nach der Sommerpause wolle das Unternehmen massiv in die Werbung gehen, sagt Raue. Der Gemeindevorstand muss das Vorhaben noch absegnen. In einem weiteren Schritt soll dann zwischen der Gemeinde und dem Anbieter ein Kooperationsvertrag geschlossen werden.

Der Einstieg des westfälischen Unternehmens in Dörnberg ist jedoch an eine Voraussetzung geknüpft: 40 Prozent der Haushalte müssen mit der Deutschen Glasfaser einen Vertrag schließen. Die Einwohner Immenhausens und Reinhardshagens hat das Angebot überzeugt, dort wird derzeit Glasfaser in allen Straßen verlegt. Wer dort in der Startphase dabei war, sparte sich die Anschlusskosten in Höhe von 750 Euro. In Espenau, Rothwesten und Simmershausen werden aktuell die geschlossenen Verträge ausgewertet, um anschließend die Infrastruktur zu planen.

Bürgermeister Raue hofft, dass die Einwohner Dörnbergs die Chance zur Verbesserung der Infrastruktur nutzen. Zuletzt hatte die Gemeinde allerdings schlechte Erfahrung gesammelt. Bei einer Befragung zum Thema Breitband, Versorgungslücken und möglichen Bedarfen hatten sich nur 13 Prozent der Haushalte geäußert. Sollte die Deutsche Glasfaser tatsächlich in Dörnberg einsteigen, könnten Kunden bereits Ende kommenden Jahres mit hohem Tempo durchs Internet surfen.

Für Ehlen kommt das Angebot übrigens nicht infrage. Dort sei die Versorgung mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 Mbit/s zu gut. Weil vermutlich nur wenige den Anbieter wechseln würden, dürfte sich die Investition nicht lohnen, mutmaßt Raue.

Quelle: HNA

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