Gemeinde Knüllwald legt für 2017 einen ausgeglichenen Haushalt vor

Knüllwald. Es ist eine gute Nachricht, aber keine, die die Kommunalpolitiker unbedingt in Freudentränen ausbrechen lässt. Der Haushalt der Gemeinde Knüllwald fürs Jahr 2017 ist ausgeglichen.

Aber: Der Überschuss beträgt gerade einmal 6000 Euro. Damit könnte man beispielsweise eine Schaukel für den Spielplatz anschaffen, aber keine Reichtümer anhäufen.

Das liege an den altbekannten Problemen, sagte Bürgermeister Jörg Müller: Auch wenn die Gemeinde die Abwärtsbewegungen bei den Einwohnerzahlen mindern konnte, wohnten doch immer weniger Menschen in Knüllwald.

Weniger Leute aber verbrauchen weniger Wasser - was die Kostenspirale wieder in die Höhe treibe. „Wir haben auch nicht genügend Flüchtlinge, die das Problem lösen“, sagte Müller in der Sitzung am Dienstag im Bürgerhaus.

Bei den Gebühren aber sei das Ende der Fahnenstange erreicht, die Einwohner könnten nicht weiter belastet werden: „Jetzt müssen andere Lösungen her“, sagte Müller.

Doch sei es mit allem Ach und Weh gelungen, nicht nur den Haushalt auszugleichen, sondern auch Schulden zu tilgen. „Wir dürfen keine Riesenschuldenberge hinterlassen“, sagte Müller. Für 2017 zeigte sich der Bürgermeister zuversichtlich: Das Wirtschaftsministerium prognostiziere Wachstum, die Gemeinde wolle sich weiter entschulden.

Die Ein- und Ausgaben liegen auf einer Höhe: Die Gemeinde 9,5 Mio. Euro eingenommen und wieder ausgegeben.

Überschuss: 6000 Euro

Investitionen: 1,4 Mio. Euro. (vor allem in Straßen- und Kanalbau, Kindergarten, DGHs Appenfeld, Niederbeisheim und Rengshausen)

Schulden: 18,3 Mio. Euro (2016: 19,1 Mio. Euro)

Kredite: 331.450 Euro

Quelle: HNA

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