Gemeinde Körle erhöht Friedhofsgebühren und Hundesteuer

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Die letzte Ruhestätte: Auch dafür müssen die Körler künftig mehr bezahlen. Die Gemeinde will so das Defizit senken, das durch den Betrieb der Friedhöfe entsteht.

Körle. Die Bewohner von Körle müssen künftig tiefer in die Tasche greifen: Die Gemeinde erhöht sowohl die Hundesteuer als auch die Friedhofsgebühren.

Hundesteuer: Laut der neuen Satzung wird für den ersten Hund jährlich eine Steuer von 72 Euro fällig. Der zweite Hund kostet 144 Euro, der dritte und jeder weitere 216 Euro.

Bislang waren für den ersten Hund 60, für den zweiten 120 und für jeden dritten und weiteren Hund 180 Euro angefallen. Besitzer von Hunden, die als gefährlich gelten, müssen jetzt jährlich 720 Euro statt bisher 600 Euro zahlen.

Die Gemeinde erhofft sich durch die höheren Steuern Mehreinnahmen von 3000 Euro im Jahr. Die Satzung gilt rückwirkend zum 1. Januar 2014 - auf Hundehalter kommt also eine Nachzahlung zu. "Die korrigierten Steuerbescheide verschicken wir im Juni", kündigte Bürgermeister Mario Gerhold an.

Friedhofsgebühren: Die Satzung soll zum 1. Juli dieses Jahres in Kraft treten, damit will die Gemeinde künftig kostendeckender arbeiten. 50.000 bis 55.000 Euro muss sie jährlich für ihre Friedhöfe aufwenden, das Defizit belief sich 2013 auf 24.000 Euro. "Mit der Gebührenerhöhung kommen wir auf einen Mehrerlös von 15.000 bis 18.000 Euro im Jahr", sagt Bürgermeister Gerhold, "damit nähern wir uns der schwarzen Null."

Insbesondere Rasengräber verursachen hohe Kosten, da sie von der Gemeinde gepflegt werden müssen. Deshalb werden die Rasengräber mit der neuen Satzung teurer: Die Gebühr für das Nutzungsrecht steigt von bisher 1200 Euro auf 1500 Euro, bei Rasengräbern mit Urnen verdoppeln sich die Gebühren von 500 auf 1200 Euro.

Auch für die Bestattung muss künftig doppelt soviel bezahlt werden: 800 statt 400 Euro. Zuletzt waren die Friedhofsgebühren 2011 erhöht worden.

Neben der Gebührensatzung wurde auch die Friedhofssatzung geändert. Vom Tisch ist damit der im vergangenen Jahr geäußerte Vorschlag, die Nutzungszeit der Gräber zu verkürzen: Sie bleibt bei 30 Jahren. Wer ein Grab schon vor Ablauf dieser Frist einebnen lassen möchte, kann dies zwar tun, muss aber für die Grabpflege weiterhin aufkommen. Denn die eingeebnete Grabstätte wird in ein Rasengrab umgewandelt, das die Gemeinde pflegen muss. Dafür fällt künftig eine jährliche Pflegepauschale zwischen 20 und 80 Euro - je nach Grabart - an.

Diese neue Regelung sei gerechter, weil damit alle Rasengräber gleich behandelt würden, sagte Bürgermeister Gerhold gegenüber der HNA.

Neu ist auch, dass die Bepflanzung auf Gräber künftig eine Höhe von 1,50 Metern nicht mehr überschreiten darf. Es habe in der Vergangenheit manchmal für Verdruss gesorgt, wenn die Bepflanzung auf Nachbargräbern zu hoch wucherte, berichtete Gerhold.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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