Ab 1. Oktober

Gemeinde übernimmt Hütte: Bald Ferien im Haus am Neuenhainer See

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Neuer Eigentümer: Carlchens Hütte, das Haus der Carl-Bantzer-Schule Ziegenhain am Neuenhainer See, wird von der Gemeinde Neuental übernommen. 

Neuental. "Carlchens Hütte“, die erlebnispädagogische Einrichtung am Neuenhainer See, hat einen neuen Eigentümer.

Ab 1. Oktober geht das Gebäude in das Eigentum der Gemeinde Neuental über.

Grund des Wechsels ist nach Angaben von Gabriele Rode, stellvertretende Leiterin der Carl-Bantzer-Schule (CBS) in Ziegenhain und Geschäftsführerin des Fördervereins, dass man festgestellt habe, dass in den vergangenen Jahren das Gebäude häufiger privat als von Schulen oder der CBS genutzt worden sei. Weil sich der Förderverein als Unterstützer eines außerschulischen Lernorts am Neuenhainer See und nicht als touristischer Betrieb sieht, habe man sich nach langer Diskussion zur Aufgabe von Carlchens Hütte entschlossen.

Kredit für die Bäder

Dazu kämen, dass Investitionen für das 1995 gebaute Haus anstünden, die der Förderverein nicht allein tragen könne. So seien zwar mit Spenden das Dach saniert und mit einem Kredit die Bäder saniert worden, doch die Ausgaben für den Erhalt seien mehr geworden, so Rode.

Dabei sei die Idee bei der Gründung von Carlchens Hütte gewesen, einen außerschulischen Lernort zu haben, bei dem die pädagogische Arbeit im Vordergrund stehe. Weil das nicht mehr in dem Umfang gegeben sei, habe man sich mit Bürgermeister Dr. Philipp Rottwilm auf eine Rückgabe geeinigt.

Der konnte allerdings eine Rücknahme des Gebäudes nicht verweigern. Denn beim Bau wurde vertraglich geregelt, dass die Gemeinde das Haus übernimmt, wenn es der Förderverein aufgibt.

Künftig soll es nach Darstellung von Rottwilm in den Platzbetrieb am Neuenhainer See eingebunden werden. Und ab 1. Oktober kann das Haus am See über die Gemeinde von Gruppen und Privatleuten gemietet werden. Mieter wird auch die CBS sein, sagt die stellvertretende Schulleiterin Rode. „Wir wollen Carlchens Hütte nach wie vor als außerschulischen Lernort nutzen.“ Zwei Haupttermine zu Beginn und Ende des Schuljahres habe man sich gesichert, ebenso das Vorrecht bei der Anmeldung.

Während die Nutzung weitgehend geregelt ist – in der Sitzung der Gemeindevertretung wollen die Mandatsträger eine Gebührensatzung beschließen – stehen die Kosten für die Übernahme noch nicht fest. Denn nach Angaben von Gabriele Rode sei die Frage, wie der Restkredit bezahlt werde, noch offen. Dazu stünden unter anderem noch Gespräche mit der Bank an.

Übernahmekosten

Bürgermeister Rottwilm sagte, mögliche ausstehende Übernahmekosten könnten sich in einem vierstelligen Bereich bewegen. Auch müssten noch Gespräche darüber geführt werden, was beispielsweise mit dem Mobiliar passieren wird.

Quelle: HNA

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