Schrecksbach rechnet mit einem Defizit von 346 000 Euro im kommenden Jahr

Gemeinde weiter im Minus

Holprig begann die Vorstellung des Schrecksbacher Haushaltsplans für 2014. Klaus Schier (SPD) forderte, den Tagesordnungspunkt erst dann abzuhandeln, wenn ein Nachtragshaushalt vorliegt. Als Begründung führte er die Kosten für die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr an, zudem habe die Gemeinde weniger Geld über Kredite aufgenommen. Die Gemeindevertretung lehnte den Antrag ab.

Bürgermeister Andreas Schultheis zeigte sich erstaunt, dass solch ein Antrag gestellt wurde. „Ich bin froh, dass wir mit dem Haushalt 2014 so früh dran sind“, betonte er und brachte den Haushaltsplan ins Parlament ein.

2014 werden den Ausgaben von 4,99 Millionen Euro Einnahmen von 4,64 Millionen Euro gegenüberstehen. Das Haushaltsdefizit beläuft sich somit auf 346 000 Euro. „Gut ist das immer noch nicht“, betonte Schultheis. Doch sei es gelungen, das Defizit im Gegensatz zu Vorjahren zu reduzieren. Das Defizit betrug 2012 noch 590 000 Euro.

Zudem, so stellte der Bürgermeister heraus, müsse die Gemeinde im kommenden Jahr keinen neuen Kredite aufnehmen. Insgesamt hat Schrecksbach 11,3 Mio. Euro Schulden, das entspricht 3500 Euro Schulden pro Einwohner. Auf der Einnahmenseite machen Schlüsselzuweisungen (1,3 Mio. Euro) und Einkommenssteuer (1 Mio. Euro) den Löwenanteil aus. Dadurch, dass die Gemeinde die Grundsteuer abgehoben hatte, rechnet der Bürgermeister mit insgesamt 280 000 Euro. Zudem wird Gewerbesteuer in Höhe von 420 000 Euro erwartet.

Die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr hingegen wird die Gemeinde 90 000 Euro kosten. 1,3 Mio. Euro gibt die Gemeinde für ihr Personal aus, dazu kommen 826000 Euro für Sach- und Dienstleistungen wie Ausbesserung der Straßen.

Ausschließlich der Anbau des Feuerwehrgerätehauses in Holzburg sei als größere Investition in Höhe von 117 000 Euro vorgesehen. Davon werden 33 000 Euro über Landeszuweisungen und 35 000 Euro über Eigenleistung finanziert. Eine Trennwand in der Verwaltung soll mit 10 000 Euro zu Buche schlagen. Ein Dialog-Display zur Geschwindigkeitsanzeige wird die Gemeinde 4000 Euro kosten. Außerdem soll in 2014 in der Schwalm an der Eichenmühle für 10 000 Euro eine Fischtreppe gebaut werden.

„Wir haben alles auf den Prüfstand gestellt“, sagte Schultheis. Er sprach von dem richtigen Fingerzeig für die Bevölkerung.

Quelle: HNA

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