Gemeinde will sich für schnelles Internet stark machen

Jesberg. Mancherorts in der Gemeinde Jesberg ist die Internetgeschindigkeit nicht die beste.  Deshalb schlossen sich die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung dem Landkreis an, der gemeinsam mit vier anderen Kreisen in Nordhessen die schnelle Glasfasertechnik in die kleinen Orte bringen will.

Besonders schlimm ist es in der Ortschaft Densberg. "Densberg hat 480 Einwohner und ist in der Jesberger Gemeinde am schlechtesten mit Internet ausgestattet", sagte Bürgermeister Günter Schlemmer. Die Kerngemeinde sei dagegen mit Glasfasertechnik bestückt, aber auch in den anderen Ortsteilen sei der Empfang weitaus bescheidener, Elnrode/Strang und Hundshausen haben wenigstens Funkverbindungen. Das funktioniert in Densberg auf Grund der Lage des Ortes nicht.

Der ländliche Raum dürfe der Entwicklung nicht hinterrherhinken, so Schlemmer. Daher befürwortet er den Einsatz des Landkreises.

Das koste die Gemeinde erst einmal nichts. Allerdings befürchtet er langfristig hohe Folgekosten. Die Gemeinde habe eine Auskunft der Telekom eingeholt, das Angebot betrug eine halbe Millionen Euro. "Irgendwann müssen wir dafür Geld ausgeben, alles andere ist blauäugig", sagte Schlemmer.

"Erst kostet es nichts, aber dann wird es uns finanziell auf die Füße fallen", sagte Magnus von Kortzfleisch (Grüne). Die schlechte Infrastruktur bewirke, dass die Region weiter ausblute. Das Internet sei nicht nur privat sondern auch beruflich für viele Menschen ein wichtiger Standortfaktor und daher für junge Familien und kleine Betriebe wichtig.

Hans Wernher von Löwenstein (CDU) warf ein, dass die Umsetzung aber auch leistbar sein muss. Er möchte wissen, wie hoch die Kosten sein werden. Bedenken gab es auch wegen des Verdrängungswettbewerbs. Falls die Funktechnik aufhole, habe man viel Geld bezahlt, und dann gebe es vielleicht eine billigere Alternative.

Bernd Stengler, Gemeindevorstand, meinte dazu, die Funktechnik ermögliche eine Übertragungsrate von 50 Megabits in der Sekunde, für die Glasfasertechnik sei bis 2020 eine Übertragungsrate von 5 Gigabits prognostiziert.

Die Kapazitäten seien also auch künftig weitaus höher als bei der Funktechnik.

Quelle: HNA

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