Grund- und Gewerbesteuern sind teilweise kräftig gestiegen

Gemeinden ziehen Steuerschraube an

Schwalm-Eder. Die Steuerbelastung für Gewerbetreibende, Landwirte und Hauseigentümer ist im Schwalm-Eder-Kreis kräftig gestiegen. Von den 27 Städten und Gemeinden drehten zehn an der Steuerschraube. Borken, Edermünde, Knüllwald und Neuental erhöhten in diesem Jahr alle drei Realsteuerhebesätze.

400 Prozentpunkte verlangt die Stadt Felsberg bei den beiden Grundsteuerarten A und B. Damit liegt die Drei-Burgen-Stadt nordhessenweit an der Spitze, heißt es von Seiten des Bundes der Steuerzahler.

400 Prozent fallen auch in Fritzlar an, allerdings nur bei der Grundsteuer B. Diese Sätze galten jedoch schon im vergangenen Jahr, ebenso wie die in Felsberg. Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat: „Wir mussten für den den Doppelhaushalt 2011/12 ein Konsolidierungskonzept beschließen. Mit der Anhebung der Gewerbesteuer und der Grundsteuern fließen etwa 600 000 Euro mehr in die Kasse. Allerdings verzichten wir auf eine Straßenbeitragssatzung.“

Mit 400 Prozent verlangt Borken die meiste Gewerbesteuer von seinen Betrieben. In Jesberg sind es 380 – ebenso wie in Neuental, Wabern und Knüllwald. Gilserberg mit 300 Prozent sowie Gudensberg und Schwarzenborn mit je 310 Prozent liegen im Vergleich weit unter den Spitzenwerten bei der Gewerbesteuer. Der Kreisdurchschnitt beträgt 352 Prozent. Homberg liegt mit 350 Prozent exakt im Mittelfeld.

Seit Juli werden in Felsberg auch die Hundehalter verstärkt zur Kasse gebeten. Besonders gravierend ist dies bei den so genannten gefährlichen Rassen: Erstmals müssen pro Jahr 600 Euro bezahlt werden. Diese spezielle Hundesteuer hat auch Borken eingeführt (420 Euro). Spitzenreiter ist allerdings Neukirchen. Dort werden Kampfhundehalter mit 840 Euro jährlich belastet. Um die 600 Euro verlangenen mehrere Kommunen, andere verzichten auf die Rasseunterschiede. Hintergrund, Zum Tage

Von Brigitte Müller-Neumann

Quelle: HNA

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