Gemeindereferentin Margarethe Steier aus dem pastoralen Dienst verabschiedet

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Verabschiedung als Klinikseelsorgerin: Magarethe Steier mit ihren Kolleginnen und Kollegen, den Pfarrerinnen Adelheid Römer-Bornmann, Ursula Josuttis, Mechthild Hoffmann-Bonas, den Pfarrern Thomas Meyer und Martin Gies sowie Gemeindereferentin Regina Gries.

Naumburg. Alpha und Omega, Anfang und Ende. Das christliche Symbol für Gott und insbesondere für Christus als den Ersten und Letzten hatte auch für die in der Stadt an der kleinen Elbe mit ihrer Familie lebende Margarethe Steier Symbolcharakter.

Denn die 63-jährige katholische Gemeindereferentin und Klinikseelsorgerin wurde jetzt auf eigenem Wunsch mit einer kleinen Andacht an einem Ort aus dem pastroralen Dienst in den Ruhestand verabschiedet, der ihr sehr vertraut und ans Herz gewachsen ist: in der Kapelle des Naumburger Sankt Josef-Heims. In diesem Haus, das viele Jahre lang als Krankenhaus diente - die Caritas hat dort jetzt Wohnungen für Betreutes Wohnen gebaut - erblickte Margarethe Steier das Licht der Welt und wurde auch in der angegliederten Kapelle getauft.

„Für mich“, so die zukünftige Ruheständlerin, „erfahren die Begriffe Anfang und Ende damit Wahrheitsgehalt, schließt sich mit dem beruflichen Aufhören ein wesentlicher Teil meines erfüllten Lebenskreises.“ Ihren Werdegang und berufliches Leben verglich sie mit einem von ihr gesteckten Blumenstrauß. „Jede Pflanze und Blüte des bunten und vielfältigen Gebindes symbolisieren die Zeit, meinen pastoralen Dienst. Vor allem aber die Menschen, denen ich begegnet bin und die mich begleitet haben.“

Margarethe Steier hatte deshalb auch ihre Verabschiedsungsandacht unter das Motto „Alles hat seine Zeit“ gestellt. „Ich hoffe und wünsche mir, dass Gott mir noch genügend Zeit schenkt, um weiterhin offen zu sein für das Leben, für Neues zusammen mit meinem Mann, meinen drei Kindern und vier Enkelkindern sowie Freunden und Bekannten.“

Die 63-Jährige bezeichnet sich als Spätberufene. Erst mit 29 Jahren begann sie ein Theologiestudium, ohne jedoch damit beruflich aktiv zu werden. Sie engagierte sich zuerst ehrenamtlich in der heimatlichen katholischen Kirchengemeinde Sankt Crescentius, wurde dann aber doch hauptamtliche Gemeindereferentin in Volkmarsen sowie anschließend in mehreren Kasseler Gemeinden.

Vor elf Jahren wechselte sie als Klinikseelsorgerin an das Kasseler Klinikum. Um dort auf der sakramentalen Grundlage von Taufe und Firmung den ökumenischen Dienst der Seelsorge in Verkündigung, Liturgie und Diakonie mitzutragen und die Lebensbereiche der Gesellschaft im Geiste des Evangeliums mitzugestalten. Margarethe Steier: „Menschen, Jung und Alt, unabhängig von ihrer Nationalität und ihrem Glauben, Patienten, Angehörige, aber auch Mitarbeiter in Freud wie im Leid zu begleiten, war für mich ein Geschenk Gottes.“

Quelle: HNA

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