Die Junge Philharmonie Nordhessen überzeugte bei ihrem Konzert in Homberg

Gemeinsam ganz stark

Sie brachten Musik in den November: Die Junge Philharmonie Nordhessen in der Stadthalle Homberg, rechts Cello-Solistin Noémie Maria Klages. Fotos: Meinicke

Homberg. So lässt sich der November ertragen! Am Sonnabend gab das Orchester Junge Philharmonie Nordhessen ein Konzert in der Homberger Stadthalle. Dirigent Xin Tan, bereits mit zehn Jahren an der Manhattan School of Music in New York aufgenommen, stürzte förmlich auf das Podium.

So setzte auch das Orchester mit enthusiastischem Schwung zum „Ungarischen Tanz Nr. 5“ von Johannes Brahms ein. Einst bei der Uraufführung übrigens ein Skandalstück, weil sich andere Musiker als wahre Urheber des Stücks bezeichneten.

Es folgten Werke von Johann Christian Bach, Georges Bizet, Peter Tschaikowski und schließlich der Boléro von Maurice Ravel. Als Ballett komponiert, wird dieser einsätzige, langsame Tanz untermalt vom gleich bleibenden Rhythmus der Trommel, unterbrochen vom Crescendo des gesamten Klangkörpers. Und tatsächlich wellte sich hier auch diesmal der erwartete, bedeutungsvolle Schauer über den Rücken. Die Stärke des Orchesters zeigte sich jedes Mal, wenn alle 57 Kinder und Jugendlichen gefordert waren.

Ausgenommen natürlich die Soli von Noémi Maria Klages. Sie war beim Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“ 1. Preisträgerin. Bereits vor einem Jahr war das Orchester durch die Musikschulen Kassel, Schwalm-Eder und Wolfhagener Land gegründet worden. Es gab damals eine Probezeit am Edersee mit Debütkonzert.

Auf das heutige Konzertwochenende hatten sich die Kinder und Jugendlichen in Paris vorbereitet. Unterstützung wurde geboten durch die französischen Partnerstädte von Wolfhagen und Homberg.

Es war eine große Freude, das Können, den Eifer und den Enthusiasmus der Musizierenden auf dem Weg in eine wahrhaft tönende Zukunft mitzuerleben. Neun Jahre alt ist das jüngste Mitglied.

Die eigenen Hoffnungen, aber auch die der Lehrkräfte und der Eltern haben diese Jugendlichen erfüllt. Zustimmung bei allen findet sicherlich der Ausspruch des Philosophen Friedrich Nietzsche: „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.“

Von Michael Meinicke

Quelle: HNA

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