63. Quinauer Wallfahrt: 250 Menschen feierten am Sonntag in Trutzhain Heilige Messe

Gemeinsam im Glauben

Fest Mariä Heimsuchung: Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke zelebrierte zusammen mit den Pfarrern des Pastoralverbundes Maria Hilf und tschechischen Geistlichen am Sonntag eine Messe zur Quinauer Wallfahrt. Fotos:  Rose

Trutzhain. Im Glauben unterwegs sein – das war am Sonntag Ziel der Quinauer Wallfahrt. Generalvikar Prälat Prof. Dr. Gerhard Stanke zelebrierte die 63. Auflage in Trutzhain.

250 Menschen waren zum Fest Mariä Heimsuchung gekommen, um mit den Priestern im Pastoralverbund Maria Hilf die Messe zu feiern. Aus Tschechien empfing man in Trutzhain zudem die Pfarrer aus Komotau und Görkau, Alois Heger und Miroslav Dvoulety – mit Quinau in Tschechien verbindet die Trutzhainer Gemeinde eine gemeinsame Wallfahrtsgeschichte. „Die Wallfahrt ist ein Zeichen dafür, im Glauben und zu Gott hin unterwegs zu sein“, erklärte Stanke. Wer glaube, sei nicht allein: „Den Glauben in Gemeinschaft neu in den Blick zu rücken ist wichtig. Wir brauchen andere, um uns gegenseitig im Glauben zu bestärken und zu unterstützen.“ Unterstützt wurde die Gemeinde zur Wallfahrt wieder von vielen Ehrenamtlichen – auch evangelischen Gläubigen. „Das ist eine schöne Gemeinschaft im Ort“, sagte Wolfgang Scholz von der Kirchengemeinde. Denn am Tag der Wallfahrt ging es auch um Begegnungen: Gläubige der Heilig Geist Gemeinde aus Treysa hatten sich bereits am frühen Morgen zu einer Fußwallfahrt auf den Weg gemacht. Eine Einkehr hielten sie in der St. Josef-Kirche in Ziegenhain, um dann weiter nach Trutzhain zu pilgern.

Begegnet waren sich in der Vergangenheit auch Wolfgang Scholz und Prof. Dr. Gerhard Stanke – bei einer Busfahrt in den Wallfahrtsort Quinau. „Der Generalvikar hat uns auch bei der Anschaffung der Messgewänder theologisch begleitet“, sagte er.

Herzlich empfangen wurden in Trutzhain die Pfarrer aus Komotau und Görkau (Tschechien). Ihnen werde großer Respekt entgegen gebracht, erklärte der Generalvikar. Das einst reiche Bistum sei enteignet worden. „Egal ob jemand deutsch oder tschechisch spricht – uns ist es wichtig, zusammen für das Reich Gottes zu arbeiten“, erläuterte Heger. Deshalb seien Wallfahrtsorte immer auch Orte der Versöhnung – im Sinne des Evangeliums. Als sichtbares Zeichen wurden Wallfahrtsoblaten verteilt. Durch Gebet und Geldspenden soll der Wallfahrtsort wieder würdiger gestaltet werden.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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