Im Gilserberger Hochland wird der Zusammenhalt im Dorf groß geschrieben

Gemeinsam stark sein

Engagiert: Vorsteher Lothar Dietrich (links) und Hermann Ritting, Vorsitzende von Wir für Schönau.

Schönau. „In Schönau muss keiner allein sein“, sagte Elfriede Dietrich. Sie wohnt seit 12 Jahren im Gilserberger Hochland und hat Anschluss im Frauenkreis des Dorfes gefunden.

Zwölf Seniorinnen treffen sich einmal pro Woche zum Plausch, zum Spazierengehen oder um im Dorf mitzuhelfen. Irene Dietrich organisiert viel für die muntere Truppe: „Wir Frauen helfen, wo wir gebraucht werden“, lautet das Motto der Damenrunde. Sie singen gemeinsam, halten Andachten und kümmern sich um die Rabatten an der Kirche. Die Schönauer sind sich einig, nur gemeinsam geht es voran. Dies bestätigt auch Thekla Spielmann. „Das Miteinander ist im Dorf ganz groß“, sagte die zweifache Mutter.

Sie backt regelmäßig im Keller Brote und Apfelplatz. Den Ofen hatte ihr Schwiegervater vor Jahrzehnten eingebaut. Zurzeit backt sie für sich und die Nachbarn, doch in zwei Jahren möchte sie den perfekten Dreh für das Dorfjubiläum heraushaben, um dort auch ihr Selbstgebackenes anbieten zu können. Denn in zwei Jahren wird in Schönau groß gefeiert. 2014 steht das 750-jährige Dorfjubiläum an. Bis dahin gibt es in dem 280-Einwohner-Ort noch viel zu tun.

Dorferneuerung

Denn Schönau ist gemeinsam mit Heimbach im Programm der Dorferneuerung. Im Zentrum steht dabei die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses. „Ein Ort, an dem die Leute zusammenkommen“, sagte Ortsvorsteher Lothar Dietrich. Noch befindet sich das DGH im Umbau, im Erdgeschoss entsteht der Saal und eine Dorfstube mit Terrasse, die auch Wanderern des Kellerwaldsteigs offen stehen. Im Obergeschoss bekommen Freiwillige Feuerwehr, Jugendclub und die evangelische Kirche Räume.

Zudem sei ein Internet-Dorfladen geplant, berichtet Dietrich. Die Bewohner geben dann ihre Bestellungen auf, alles wird gemeinsam geordert und ins DGH geliefert.

Der Dorfverein Wir für Schönau leistet viel dafür, dass der Ort vorankommt. Mehr als 1000 Stunden Arbeit hätten die Mitglieder bereits in die DGH-Sanierung gesteckt, weiß Vorsitzender Hermann Ritting. „Eigenleistung hat Schönau schon immer ausgezeichnet“ sagte er. Neben der Arbeit wird sich auch vergnügt. Zwei Feste gibt es im Dorf, den Schönauer Tag am 25. August und Schlossbergfest an Himmelfahrt.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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