15 Jahre Zweckverband Mittleres Fuldatal

Gemeinsames Ordnungsamt kommt 2014

Viel Geld für die Region: Der neue Melsunger Bahnhof wurde mit Fördergeld über den Zweckverband finanziert. Er ist nur eines von vielen Projekten, das so realisiert wurde.

Melsungen/Malsfeld. Das neue gemeinsame Ordnungsamt für die Zweckverbandskommunen soll 2014 kommen. Das gab Herbert Vaupel, Malsfelds Bürgermeister, am Dienstag bekannt.

Außerdem warte man mit dem Zweckverband Gewerbegebiet Mittleres Fuldatal auf neue Rahmenbedingungen von Bund und Land, um sich an Förderprogrammen wie Stadtumbau West zu beteiligen.

15 Millionen Euro für Region

Seit nunmehr 15 Jahren besteht der Zweckverband Mittleres Fuldatal. Mehr als 15 Millionen Euro sind in den Vergangenen fünf Jahren in die Städte und Gemeinden des Zweckverbandes geflossen. 60 Prozent davon aus Fördertöpfen wie dem Stadtumbau West und dem Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (Efre).

Der Zweckverband lasse sich also keinesfalls nur auf das Gewerbegebiet reduzieren. Die Bedeutung für die Region sei immens, sagte Volker Wagner. Die Region habe bei der Verkehrsinfrastruktur profitiert und ebenso bei den Arbeitsplätzen.

„Wir hatten vor Jahren mal die Zahl 500 vor Augen“, sagt der ehrenamtlich tätige Verbands-Geschäftsführer Klaus Stiegel. Mittlerweile seien es bereits 461 Vollzeitstellen und 52 Teilzeitstellen. Davon seien fast zehn Prozent Auszubildende, was durchaus für die Qualität der vorhandenen Berufe spreche, ergänzte Wagner. Einige markante Fakten im Überblick.

• Die Finanzen: Eine Gelddruckmaschine ist das Gewerbegebiet nicht - sollte es nie sein. Fast 34 Millionen Euro haben Straßenbau, Grunderwerb, Erschließung und Ausgleichsmaßnahmen gekostet, Von Land und EU kamen davon 22 Millionen Euro.

Zwölf Millionen mussten die fünf Kommunen schultern. Durch Grundstücksverkäufe sind zehn Millionen Euro eingenommen. Bleibt derzeit eine jährliche Belastung von 370.000 Euro für alle.

Hinzu kommen Aufwendungen für Personalkosten und andere Aufgaben in Höhe von 140.000 Euro. Auf der Einnahmeseiten teilen sich die Kommunen jährlich etwa 170.000 Euro (gesamt seit 2004 etwa 1,5 Millionen Euro).

• Das große Argument für das Gewerbegebiet sind also die entstandenen Arbeitsplätze. 513 sind es derzeit in 14 Betrieben. Darunter sind drei Logistiker, der Autohof, fünf Handwerksbetriebe und auch die Malsfelder Werkstätten als größter Arbeitgeber (139). Die Stellen verteilen sich auf 461 Vollzeitstellen, 52 Teilzeitstellen und 48 Auszubildende.
• Verkehr: Durch die verkehrliche Erschließung habe sich der Wohnwert in vielen Ortsteilen erhöht, sagt Vaupel, die Ortsumgehung Ostheim wäre nicht gebaut worden, der Autobahnanschluss ohnehin nicht. Die Lastwagen in der Ortsdurchfahrt Dagobertshausen würde es hingegen auch nicht geben.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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