Melsunger Jugendliche erkundeten Kirchen und Moschee in der Kasseler Straße

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Schuhe bitte ausziehen: von links hinten vor dem Gebetsraum der Moschee in der Kasseler Straße Gabi Geßner-Görl, Leiterin der Haspel, Emrullah Kara und Hakan Erbay vom Melsunger Moschee-Verein und vorne von links Johannes und Maria Komiske, Agan und Kemal Husa, Max Voit, Miriam Wunsch und Robin Komiske.

Melsungen. Die Moschee, die Katholische Kirche und die Evangelische Stadtkirche erforschten dieser Tage Kinder und Jugendliche aus Melsungen, die als Reporter in einem Gemeinschaftsprojekt der Evangelischen Jugend Melsungen Stadt und des Melsunger Jugendtreffs Haspel unterwegs waren.

„Wir haben so viel gemeinsam“, riefen viele Kinder und staunten nicht schlecht über den Stapel an bunten Din-A-5-Zetteln, der da in der Mitte ihres Stuhlkreises lag. Auf den Zetteln standen Begriffe wie „Vergebung von Schuld“, „Fastenzeit“ oder „Leben nach dem Tod“.

Schauplatz dieser Szene war das Bonhoeffer-Zentrum in der Franz-Gleim-Straße. Dort saß die bunte Truppe von Acht- bis Zwölfjährigen zusammen, Kinder aus christlichen und Kinder aus muslimischen Familien. Agan, Robin, Antonia, Aylin, Kemal, Johannes, Laura, Sinan, Mirja, Annie und viele mehr sammelten, was sie als Kinder-Reporter am Nachmittag und Abend zuvor an den einzelnen Stationen herausgefunden hatten. Nach einem Journalisten-Schnellkurs waren die Kinder nämlich mit Fotoapparaten, Blöcken und Stiften bewaffnet losgezogen, um zu erforschen, was die Menschen in Melsungen glauben.

Friedliches Zusammenleben

Fasziniert standen sie beispielsweise im Gebetsraum der wunderschön türkis-blau getäfelten Moschee und befragten drei Mitglieder von Ditib, dem Moschee-Verein in Melsungen. „Wer mit einem Flugzeug in einen Wolkenkratzer rast, um Menschen zu töten, ist kein Moslem“, erläuterte ihnen dort Emrullah Kara. „Für mich ist das Wichtigste am Islam der Friede, das friedliche Zusammenleben aller Menschen“, ergänzte er.

In der Melsunger Stadtkirche stand Pfarrerin Sandra Scholz geduldig für die Fragen der jungen Journalisten zur Verfügung.

Alexandra Franke, die Gemeindereferentin der Katholischen Kirche, gab den Nachwuchsreportern nach einer Führung durch die Katholische Kirche noch etwas Weihrauch mit auf den Weg.

Mit vielen Spielen kam auch der Spaß nicht zu kurz, wobei alle Aktivitäten immer unterstützt wurden von sechs motivierten jugendlichen Helfern. (red)

Quelle: HNA

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