Im Gemeinschaftshaus Neuenhain regnet es durchs Dach

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Wasser läuft: Neuentals Bürgermeister Kai Knöpper zeigt eine Wanne, die im Gemeinschaftshaus Neuenhain aufgestellt ist, um Regen aufzufangen.

Neuenhain. Eine Wanne und ein Eimer lösten den Ärger aus. Im Dorfgemeinschaftshaus Neuenhain, wo am Montag die Neuentaler Gemeindevertreter tagten, regnet es durch.

Der Dachschaden war zwar nicht Gegenstand der Tagesordnung, unter dem Punkt „Verschiedenes“ gingen die Wogen aber hoch.

CDU und SPD fühlten sich von Bürgermeister Kai Knöpper durch Auffangbehälter provoziert. „Wir werden hier vorgeführt, weil wir die Ausgaben im Haushalt abgelehnt haben“, sagte Volprecht von und zu Gilsa (CDU). Die geplanten 70.000 Euro seien schlicht zu teuer gewesen, meinte Uwe Heintzemann (SPD). „Ich verstehe nicht, dass wir das jetzt erleben müssen.“

Bei der Verabschiedung des Etats Ende Februar hatte das Parlament die Ausgaben für die Dachsanierung auf Eis gelegt.

„Der Gemeindevorstand hat davor gewarnt, dass es durchregnet. Das ist hausgemachter Ärger“, sagte Knöpper. Aus guten Gründen habe man sich für die Satteldach-Lösung für 70.000 Euro entschieden.

Die billigste Variante wäre ein neues Flachdach für 30.000 Euro. Ein Pultdach würde 40.000 Euro kosten und könnte eventuell für eine Fotovoltaik-Nutzung vermietet werden.

Diese Lösung habe am Dienstag auch der Bauausschuss favorisiert, berichtete Knöpper. Die Gemeinde will nun versuchen, die Dachsanierung in die Dorferneuerung für Neuenhain aufnehmen zu lassen. Knöpper: „Wir brauchen schnell eine Entscheidung.“ Seiner Ansicht nach wäre es Unfug, Geld für eine teure Zwischenreparatur auszugeben.

Auf die Dringlichkeit der Dachsanierung hatte zu Beginn der Sitzung auch Oliver Heinrich vom Ortsbeirat Neuenhain hingewiesen. „Das brennt uns auf den Nägeln“, sagte er.

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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