Fritzlarer Neujahrsempfang in der Stadthalle, zum dritten Mal mit der Bundeswehr

Gemeinsinn macht stark

Überraschung beim Neujahrsempfang: Oberst Lothar Kraß, der offiziell verabschiedet wurde (kleines Bild mit Bürgermeister Hartmut Spogat), präsentierte eine Live-Schaltung nach Masar-i-Sharif in Afghanistan und unterhielt sich mit General Alfons Mais (auf der Leinwand). Er ist Kommandeur der Luftbeweglichen Brigade 1, die zurzeit mit dem Kampfhubschrauber Tiger im Einsatz ist. Fotos: zzp

Fritzlar. Wer nicht auf der Ehrengästeliste beim Fritzlarer Neujahrsempfang stand, muss sich Gedanken machen um seine lokale Prominenz. Denn beim ersten öffentlichen Empfang von Bürgermeister Hartmut Spogat und der Luftbeweglichen Brigade 1 in der Stadthalle versammelten sich nahezu alle, die in Politik, Wirtschaft und Verwaltung im Landkreis etwas darstellen.

Entsprechend ausführlich geriet deren Begrüßung, die bereits über eine halbe Stunde in Anspruch nahm. Um etwas Zeit zu sparen, bat Spogat um Sammelbeifall am Ende der Liste, was extra Applaus nötig machte.

Viel Optimismus

Spogats Rückschau auf 2012 und sein Ausblick auf das Jahr 2013 waren geprägt von einem grundsätzlichen Optimismus, im dem er sich vor allem durch die vielen engagierten Menschen in seiner Stadt bestätigt fühlt.

Auch das abgelaufene Jahr habe gezeigt, welcher Gemeinsinn in den alten Mauern Fritzlars herrsche. „Lassen Sie uns weiter das Wir-Gefühl in Fritzlar erhalten und stärken“, forderte er. Es sei wichtiger, gemeinsam stolz auf das Erreichte zu blicken, als einen düsteren Blick in die Zukunft zu wagen. Gemeinsam könne man mehr erreichen als man sich heute vorstellen könne.

Verständnis zeigte Spogat dafür, dass bei vielen Menschen die Zweifel daran gewachsen sind, ob alles Machbare auch sinnvoll sei, ob es notwendig sei, stets nur auf Zuwachs zu setzen

Erstrebenswerter wäre es vielleicht, sich auf die Werte zu besinnen, die das Zusammenleben menschlicher und damit im besten Sinne wertvoller machen. Weniger Eigensinn und mehr Verantwortung und Stärkung des Gemeinsinns könnte ein Weg sein, um dieses Ziel zu erreichen, sagte Spogat.

Dass sich in Fritzlar auch im Jahr 2013 viel bewegen wird, belegte Spogat mit einer langen Liste an positiven Nachrichten und Ausblicken. Er berichtete etwa • vom ungebremsten Bauboom bei Wohnungen und im Gewerbe, • von Investitionen in die Zukunft der Dörfer durch das Dorfentwicklungsprogramm, das bis 2021 läuft, • von der Umgestaltung des Marktplatzes, über die in einer Bürgerversammlung am 7. März informiert wird, • vom Neubau der Kita am Roten Rain und der Ganztagsbetreuung in der Grundschule.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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