Claudio Korff ist als mobiler Koch in den Küchen der Region unterwegs

Aus Gemüse wird Kunst

Von einem chinesischen Lehrmeister: Koch Claudio Korff (45) beherrscht die Technik des Gemüseschnitzens. Er bringt diese Kunst auch in die heimische Küche. Foto:  Rose

Frielendorf. Kochen liegt im Trend: Die Küchen für Zuhause werden immer größer, wer was auf sich hält, der kocht mehrgängige Menüs und bewirtet Gäste wie ein Profi. Zuhause essen ist aber auch deshalb ein Trend, weil das Ambiente in den eigenen vier Wänden eine nicht unwichtige Rolle spielt. Claudio Korff, Koch aus Frielendorf, der in einer Senioreneinrichtung in Schwarzenborn beschäftigt ist, geht deshalb neue Wege.

Er vermittelt Menschen die richtigen Techniken und erklärt in Kursen, wie Fleisch pariert oder Soßen montiert werden. „Kochen ist durch das Fernsehen aktuell in aller Munde“, sagt Korff. Darauf müsse man auch als Koch reagieren. Hierbei ist nicht nur Kreativität, sondern vor allem Flexibilität gefragt, findet der Frielendorfer.

Claudio Korff vermittelt die besondere Technik des Gemüseschnitzens. Die hat er bei einem Chinesen gelernt. Der Koch verwandelt Zucchini, Fenchel, Möhre, Rettich und Melone in kunstvolle Objekte. Sein ungewöhnlichster Auftrag? „Eine Darth-Vader-Maske aus einer Melone –für einen Kindergeburtstag.“

Als besondere Herausforderung empfindet Korff den Trend zu vegetarischer und veganer Ernährung. „In den Kursen stelle ich Produkte und vor allem den Umgang damit vor“, erklärt er. Acht Arbeitsbereiche bringt der mobile Koch mit – egal, ob er Kurse im Dorfgemeinschaftshaus oder im privaten Umfeld gibt.

Klassiker zu Weihnachten

Dabei legt der Koch viel Wert darauf, dass die Teilnehmer – etwa beim Vier-Gänge-Menü – wirklich auch jeden Arbeitsschritt selbst machen. „Jeder soll nachvollziehen können, wie das Gericht entsteht, wie angerichtet wird und welcher Wein dazu passt“, erläutert Korff.

Was ebenfalls im Trend läge, seien Klassiker: „Rindfleisch, die Zubereitung einer Gans und auch Braten.“ Für das Weihnachtsmenü empfiehlt Claudio Korff Geschmortes: „Das lässt sich immer gut vorbereiten.“ Als Nachtisch beliebt sei wieder der Bratapfel. Gefüllt mit Marzipan, Mandeln, Rosinen und Rum munde er nach nur 15 Minuten im Backofen – serviert mit einer Vanillesoße.

Bei seinen Kochkursen vermittelt der Frielendorfer unter anderem die Kniffe der italienischen Küche, unter dem Motto „Liebe geht durch den Magen“ schult er Singles, die mit einem Menü beeindrucken wollen.

Der 45-Jährige hat sein Handwerk in Treysa, im Sauerland, im Schwarzwald und in der Schweiz gelernt. Ein Jahr bildete sich Claudio Korff in einem Sterne-Restaurant in Oestrich-Winkel weiter. Heute sagt er über seinen Beruf: „Die Menschen erkennen gutes Essen an – das ist ein schönes Gefühl.“

Das schöne Gefühl möchte er an Menschen weiter geben: „Jeder, der mit mir kocht, geht nicht nur mit einem Rezeptheft, sondern hoffentlich auch mit einem guten Gefühl nach Hause“, sagt der Koch.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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