Neue HNA-Serie: Jugend, Mode und Trends – So sehen sich Jugendliche 2012

Generation im Spiegel

Auffallen oder nicht?: Die Schüler des Leistungskurses Deutsch der Melanchthon-Schule Steinatal berichteten über ihre Einstellung zu Kleidung und Aussehen. Fotos: Knauff

Zum Auftakt unserer Serie über junge Menschen und ihre Einstellung gegenüber Mode, Trends und Lebensart haben wir mit Schülern eines Deutsch-Leistungskurses der Melanchthon-Schule Steinatal über das Thema gesprochen. Wie wichtig sind ihnen Kleidung und Aussehen? Haben sie Vorbilder?

Johanna Langenbach sagte: „Mode ist ein Persönlichkeitsmerkmal. Sie gibt einem die

„Was Mode angeht, kommt es auch sehr auf das Selbstbewusstsein an.“

Pauline Eckhardt

Möglichkeit sich so darzustellen, wie man gerne sein möchte. Für mich ist Mode ein Hobby. Ich trage das, was mir gefällt und worin ich mich wohlfühle. Vor allem muss mein Äußeres mich wiederspiegeln.“ Wie andere Leute auf sie reagieren sei ihr nicht so wichtig. Es hätte schon viele positive Äußerungen gegeben, aber auch negative, so die Oberstufenschülerin.

Ihre Kursnachbarin Isabella Knott fällt gern auf: „Ich finde es gut, anders zu sein. Mir macht Mode einfach Spaß. Individuell zu sein ist doch viel spannender, als mit der breiten Masse mitzuschwimmen. Hier auf dem Land gucken die Leute allerdings sehr oft, das ist zum Beispiel in Frankfurt anders. Da kann man viel freier sein in dem was man trägt“, sagt sie. Eins ihrer Vorbilder sei Bonnie Strange, ein Model aus Berlin. Strange schreibt auch im Internet über Mode, fotografiert und pflegt ein exzentrisches Erscheinungsbild. Von ihr hat sich die Schülerin auch inspirieren lassen, als sie sich ihre Haare bunt gefärbt hat.

Doch nicht jeder hat den Mut, sich auffällig zu kleiden. Pauline Eckard findet: „Was Mode angeht, kommt es auch sehr auf das Selbstbewusstsein an. Wenn man auffallen will, muss man auch mit negativen Reaktionen umgehen können. Es gibt immer Menschen, denen etwas nicht gefällt.“ Auch große, internationale Stars wie Lady Gaga müssten immer wieder mit Kritik klarkomme. Das müsse man lernen. Auch der Gruppenzwang spiele gerade in der Schule für viele eine Rolle. Wenn man nicht komisch angeguckt werden möchte, müsse man sich eben anpassen: „Das ist für viele dann der einfachste Weg.“

• Im nächsten Teil unserer neuen Serie lesen Sie ein Porträt über eine Abiturientin aus Willingshausen, die Modedesignerin werden möchte.

Von Kristian Knauff

Quelle: HNA

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