Georg-August-Zinn-Schüler debattierten über Drogentests an Schulen

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Die richtigen Argumente finden und durchsetzen: von links Laura Laucke, Oliver Walter, Michelle Heßler und Caja Kirchhoff aus der 8. Klasse der GAZ debattierten über ihr selbst gewähltes Thema „Drogentests an der Schule“.

Gudensberg. Ein interessantes Projekt fesselte die Aufmerksamkeit von 32 Schülern der Georg-August-Zinn-Schule (GAZ) in Gudensberg. Drei Tage lang beschäftigte sich die Realschulklasse unter der Anleitung von Rebecca Harke, Thomas Gast und Lars Weldner mit der Vorbereitung und Organisation einer Debatte.

Beim bundesweiten Projekt und Wettbewerb „Jugend debattiert“ hatten die drei Lehrer zunächst eine Fortbildung besucht und dann das Projekt an der GAZ gestartet.

Die Realschulklasse der achten Jahrgangsstufe war die erste Gruppe, die an der Gudensberger Gesamtschule lernen sollte, wie man richtig argumentiert. Sie waren mit vollem Einsatz dabei.

„Wir sind schwer begeistert“, sagte Lars Weldner bei der großen Abschlussdebatte im Filmraum der Schule. „Euch mit so viel Einsatz arbeiten zu sehen war wunderbar“, lobte er die Schüler. Die hatten sich drei Tage lang umfassend mit der Theorie des Debattierens auseinandergesetzt, Themen ausgewählt, in kleinen Gruppen geübt und schließlich die Ergebnisse vor den Mitschülern, Lehrern und dem Schulleiter Karl-Adam Stiebeling präsentiert.

Aktueller Milchpreis, Massentierhaltung, Besteuerung ungesunder Lebensmittel oder regelmäßige Drogentests an der Schule: alles Themen, über die die Schüler debattierten und ihre Pros und Contras vortrugen. Vier Schüler saßen zu jedem Thema auf dem Podium und verteidigten im verbalen Schlagabtausch ihre Meinung. „Es ist erstaunlich, wie einige Schüler über sich hinausgewachsen sind“, sagte Rebecca Harke. Alle hätten den Ehrgeiz gehabt gut zu sein. Selbst ruhige Schüler seien aus sich herausgekommen.

In den Augen der Lehrer ist das Projekt ein voller Erfolg gewesen, und auch den Schülern hat es gefallen. Laura Lauckes Resümee: Sie fühle sich nun sicherer bei Gesprächen mit anderen Personen. Michelle Heßler ergänzte, dass sie nun wisse, wie sie Argumente besser einsetzen könne.

Den richtigen Ton zu treffen, keine Schimpfwörter zu benutzen und sachlich zu bleiben, das führte Tim Gallinger als Gewinn an.

Quelle: HNA

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