Ehepaar aus Altkreis musste sich vor dem Marburger Amtsgericht verantworten

Hehlerei mit Zigaretten

Marburg/Schwalmstadt. Wegen gemeinschaftlicher gewerbsmäßiger Steuerhehlerei musste sich ein Ehepaar aus dem Altkreis Ziegenhain vor dem Strafrichter am Amtsgericht Marburg verantworten.

Dem Paar wurde zur Last gelegt, vor etwa drei Jahren von einem Bekannten unversteuerte und unverzollte Zigaretten erhalten zu haben, um sie im Inland weiterzuverkaufen. In sieben Fällen soll das Paar zwischen fünf bis 40 Stangen mit je 200 Zigaretten einer nicht mehr feststellbaren Marke vom Bekannten erhalten und sie für diesen verkauft haben.

Im Gegenzug erhielten die beiden 54-jährigen Angeklagten nach eigenen Aussagen zwar kein Geld vom Bekannten, der Ehemann jedoch einige Stangen Zigaretten für den Eigenbedarf.

Das Gericht verwarnte die zuvor nicht strafrechtlich in Erscheinung getretenen Eheleute und verurteilte sie zu einer Gesamtgeldstrafe auf Vorbehalt. Der 54-Jährige muss 3500 Euro, seine Ehefrau 1050 Euro zahlen. Die Strafe ist für beide zu einer Bewährung von einem Jahr und sechs Monaten ausgesetzt. Auch muss das Paar für die Verhandlungskosten aufkommen und jeweils 250 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.

Die Angeklagten ließen durch ihre beiden Anwälte eine geständige Einlassung verlesen und zeigten sich vor Gericht reumütig. Man habe sich aufgrund freundschaftlicher Beziehungen zur verstorbenen Mutter des Bekannten auf den Zigarettenhandel mit deren Sohn eingelassen. Weil dieser den Handel zunehmend ausgeweitet habe, habe man nicht mehr mitmachen wollen.

Die Steuerschuld in Höhe von rund 3000 Euro sei inzwischen mittels Auflösung der Altersvorsorge beglichen worden.

Beide Angeklagte und Verteidiger erklärten Rechtsmittelverzicht. Urteil und Bewährungsbeschluss sind somit rechtskräftig. Der Bekannte des Paares erschien vor Gericht als Zeuge, wollte jedoch keine Angaben machen. Das Verfahren gegen ihn läuft. (zhk)

Quelle: HNA

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