Aus alter Kleidung und benutzten Stoffen machten sie Kissen

Geschäftsidee der Homberger Wirtschaftsschüler für nachhaltige Kissen fand großen Absatz

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Sie waren mit ihren nachhaltigen Kissen erfolgreich: Von links Irina Kaiser (Vorstandsvorsitzende), Charleen Bässe (Finanzen), Lisa-Marie Riemenschneider (Marketing), Celine Schlosser (Marketing), Christine Henschke-Meyl (Verwaltung). 

Homberg. Ihre Kissen kamen an: Die Geschäftsidee der Homberger Wirtschaftsschüler ist aufgegangen. 

Homberg. Für zehn Euro Einsatz gab es 13,11 Euro zurück. Wer im vergangenen Jahr Anteile der Schülerfirma „Clobberpillow“ gekauft hat, konnte sich jetzt über eine ordentliche Rendite freuen. Die Geschäftsidee der Homberger Wirtschaftsschüler ist aufgegangen. Ihre nachhaltige Kissen fanden großen Absatz.

Im August gründete die Schulklasse 12 WH der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule gemeinsam mit ihren Lehrern Marc Steinhäuser und Peter Neugeboren das Unternehmen. Die Jugendlichen sollten lernen, wie man ein Start-Up gründet und führt. Sie sollten ihre Kenntnisse aus dem Wirtschaftsunterricht vertiefen und Fähigkeiten wie Zuverlässigkeit und die Arbeit im Team verbessern. (wir berichteten).

Die Schüler hatten für ihre Produkte den aktuellen Trend zur Wiederverwertung aufgegriffen. Aus alter Kleidung und benutzten Stoffen stellten sie individuelle Kissen her. Die haben sie in sozialen Netzwerken wie Instagram und Facebook beworben und auf Weihnachts- und Kartoffelmärkten verkauft. Mehr als 70 Kissen sind über den Verkaufstresen gegangen. „Da wir viel verkauft haben und einen geringen Materialaufwand hatten, haben wir einen hohen Gewinn“, erklärt Celine Schlosser aus dem Marketing-Team. Das Projekt habe die 19 Schüler zusammengeschweißt. Sie haben sich gegenseitig unterstützt. Wenn es in der Produktion einen Engpass gab, halfen auch Schüler, die für die Verwaltung verantwortlich waren, aus.

Es gab aber auch Rückschläge. Einen direkt am Anfang: Ursprünglich wollten die Schüler die Kissen mit Schafswolle füllen. Die Verarbeitung der unbehandelten Wolle war aber sehr aufwendig. „Wir mussten umdenken, was sonst noch möglich ist. Wir wollten unbedingt nachhaltig bleiben“, erinnert sich Schlosser an die Krise der Schülerfirma. Die Idee: An der Berufsschule lernen auch Tischler und Metallbauer. Ihre Abfälle lassen sich prima als Kissenfüllung nehmen. Das war die richtige Entscheidung.

Die Schüler sind stolz, dass sie mit „Clobberpillow“ so weit gekommen sind. Ihre Schülerfirma holte unlängst den dritten Platz beim Junior Landeswettbewerb für Jungunternehmer (wir berichteten). Doch mit diesem Schuljahr endet auch das die Schülerfirma. Die Schüler haben ihren Abschluss geschafft, das Abenteuer „Clobberpillow“ ist Geschichte. Und so bleibt die Freude über den dritten Platz und ein „sehr lehrreiches Jahr“.

Quelle: HNA

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