Geschafft: Partnerschaftsverein kauft Bus für Tschernobyl-Kinder

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Da fehlte noch Geld: Joachim Jerosch und dem Partnerschaftsverein ist es nun gelungen, eine Bus für die Erholungsfahrten zu kaufen.

Homberg. Es ist geschafft: Der Homberger Partnerschaftsverein für Tschernobyl-Kinder hat in den vergangenen zwei Jahren 60.000 Euro an Spenden gesammelt und wird ab diesem Jahr wieder die Erholungsfahrt für die von der Reaktorkatastrophe betroffenen Kinder anbieten.

„Wir haben unser Bestes gegeben“, sagt Joachim Jerosch, Vorsitzender des Vereins. Er hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Spender zu gewinnen und einen passenden Bus zu finden. Dabei war es eine Zeit der Niederschläge. „Uns sind Hauptsponsoren abgesprungen und wir dachten schon, dass war es jetzt“, sagt Jerosch. Doch habe der Verein nie aufgegeben. „Es geht doch um eine gute Sache“, sagt er. Es sei auch 26 Jahre nach der Atomkatastrophe - deren Jahrestag heute ist - wichtig, das Geschehene nicht zu vergessen und den Menschen zu helfen. „Die Menschen leben auch heute noch in den verstrahlten Gebieten. Das Immunsystem der Kinder ist geschwächt“, erklärt er.

Ihnen ein paar unbeschwerte Tage, einen Urlaub und zudem neue Kraft zu geben, dafür lohne sich der Kraftakt. „Den Erholungsaufenthalt brauchen sie dringend zur Stabilisierung ihrer geschwächten Gesundheit“, sagt Jerosch. Dabei verschweigt Jerosch auch nicht, dass die Katastrophe und ihre Folgen im Gedächtnis vieler Menschen der Region kaum noch eine Rolle spielt. „Wir erinnern aber immer wieder daran“, sagt Jerosch. Und bedankt sich zugleich bei dem treuen Unterstützerkreis des Vereins. Dazu zählen auch die Mitglieder des Vereins. Sie hätten dafür gesorgt, dass die fehlenden 10.000 Euro zusammengekommen sind. „Sie haben für den Bus ein Darlehen zur Verfügung gestellt. Die Rückzahlung beginnt ab dem vierten Jahr“, erklärt er.

Der neue Bus habe 50 Sitzplätze, eine Stehküche und Toilette. „Er hat genau das, was wir für die langen Fahrten brauchen“, sagt Jerosch. Vermutlich noch in diesem Jahr werde der Bus auf große Fahrt gehen. „Es muss nur noch die Unterbringung der Kinder geklärt werden“, sagt er. Doch auch da sei schon eine Lösung in greifbarer Nähe.

Auch der nächste Hilfstransport stehe kurz bevor. Der Laster mit Hilfsgütern starte am 11. Mai.

Quelle: HNA

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