Das Geschenk des Neuanfangs

Konrad Rönnecke ist neuer Pastor für Homberg, Schlierbach und Melsungen

Neuer Pastor für die evangelisch lutherische Gemeinde in Homberg, Schlierbach und Melsungen: Konrad Rönnecke vor der Homberger Kirche. Foto: Thiery

Homberg/Schlierbach/Melsungen. Konrad Rönneecke hat viel zu tun: Der Pastor der Selbstständig Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) ist für die Homberger, die Schlierbacher und die Melsungen Gemeinde verantwortlich - und demnächst sollen auch Berge und Unshausen dazu gehören.

Grund für die Zusammenlegung ist der Mitgliederschwund der Kirchen, von dem auch die Homberger SELK nicht verschont bleibt. Konrad Rönneecke findet das gar nicht mal so schlimm. „Man muss sich eben den Herausforderungen stellen“, sagt er. Und genau das tut er auch selbst: Der 58-Jährige ist mit seiner Frau Ulrike ins Homberger Pfarrhaus eingezogen, nachdem er sein bisheriges Leben in den neuen Bundesländern verbracht hatte.

„Ein Neuanfang in meinem Alter ist ein Geschenk“, findet er. Veränderungsbereit war er allerdings auch schon früher. Mit 26 gab er seinen Beruf als Bäckermeister auf und widmete sich Glauben. Neben dem Handwerksberuf hatte er sich in der Jugendarbeit der SELK engagiert, dort sah er seine Berufung. Die Entscheidung reifte in Gesprächen mit Freunden. „Das Brot des Bäckers ist wichtig für das täglich Leben, aber das Brot des Lebens ist Jesus Christus“, sagt er. Seine Frau Ulrike trug das Vorhaben mit. Das Paar hat heute vier erwachsene Kinder, Ulrike Rönnecke ist Leiterin des Museums am Gradierwerk in Bad Salzungen. So bleiben die Verbindungen in den Osten.

Rönnecke wuchs in Heldrungen am Kyffhäuser auf. Zwölf Jahre war er in Neuruppin Pastor, dann 16 Jahre in Steinbach-Hallenberg. Homberg kannte er bereits: Da er in der Jugendarbeit seiner Kirche tätig ist, kam er jedes Mal zwei Mal zu Konferenzen ins Homberger Jugendhaus.

Die Menschen in seinen neuen Gemeinden möchte er nun zunächst erst einmal kennen lernen. Ihm sei aufgefallen, dass viele junge Leute darunter sind. „Ich will zuhören“, sagt er. Daher seien Begegnungen wichtig. Er möchte die Termine der Bibelkreise erweitern, damit mehr junge Menschen daran teilnehmen können. Zudem will er einen Glaubenskurs anbieten, in dem Themen diskutiert werden können. Die Gemeinden seien zwar klein, aber sehr intensiv. Er wird sich allein in Homberg und Schlierbach um 250 Menschen kümmern. Am Herzen liegt ihm auch die Zusammenarbeit in der Ökumene. Über die Grenzen hinausschauen sei wichtig. Das Zusammenwachsen von Osten und Westen Deutschlands ist für ihn nicht abgeschlossen, auch wenn die Wiedervereinigung schon lange her sei. Er möchte seine Kontakte in die neuen Bundesländer nutzen und auch dort für Begegnungen sorgen.

Quelle: HNA

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