Heimatkalender: Leben im Hochland nach dem Zweiten Weltkrieg

Geschichte in Bildern

Stellten den neuen Kalender mit historischen Bildern zusammen: Die Mitglieder des Heimatgeschichtlichen Arbeitskreises Gilserberg freuen sich über die tollen Motive. Foto: Göbel

Gilserberg. Der Heimatgeschichtliche Arbeitskreis Gilserberg bringt auch für das kommende Jahr wieder einen Heimatkalender mit historischen Bildern aus dem Hochland heraus. „Mit zahlreichen Bilddokumenten und Hintergrundinformationen bietet der Kalender einen authentischen Einblick in das frühere Leben in der Hochlandgemeinde“, sagte Jochen Führer, Vorsitzender des Arbeitskreises bei der Vorstellung des neuen Kalenders.

Bereits das Titelbild ist beeindruckend. Es zeigt die Evangelische Kirche in Sebbeterode um 1947. Der Zugang zur Kirche führte an einem Schuppen vorbei, wo eine Flüchtlingsfamilie lebte. „Damit wollten wir einen aktuellen Bezug zur derzeitigen Flüchtlingskrise schaffen“, erklärte Führer. Auch die weiteren Bilder bieten einen tollen Einblick in das frühere Leben im Hochland.

Dieter auf dem Pferd

So zeigt etwa der Monat März den kleinen Dieter Jordan auf einem Pferd, geführt von seinem Großvater Rudolf Jordan. Das Bild von 1971 zeigt, dass in Bellnhausen noch Pferde Arbeiten verrichteten, die anderswo schon Maschinen erledigten. Eine Schulklasse mit dem damaligen Lehrer Gustav Merle bildet der Monat Mai ab. Das Foto stellte Walter Merle zur Verfügung. Es stammt aus seinem bald erscheinenen Buch „400 Jahre Hüttengeschichte“, dem gut 20 Jahre Recherchearbeit im Hochland zugrunde liegen.

Der Monat September zeigt eine Großmutter mit ihrem Enkelkind beim Karottenschrappen im Jahr 1963. „Damals gab es noch viele Großfamilien“, sagte Führer.

Der Kalender schließt im Monat Dezember mit dem Bild einer Weihnachtsfeier der Landfrauen Itzenhain um 1968.

Von Daniel Göbel

Quelle: HNA

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