Der Geschichte auf der Spur

Kultur- und Geschichtsverein Bad Emstal feiert 25-jähriges Bestehen

Ist stolz auf 25 Jahre Kultur- und Geschichtsverein Bad Emstal: Vorsitzender Hartwin Neumann vor dem alten Gutshof in Merxhausen der das Klostermuseum beherbergt, das der Verein seit 2006 betreibt. Foto: Pflug

Bad Emstal. Der Kultur- und Geschichtsverein Bad Emstal besteht seit 25 Jahren. Grund genug, auf die Gründung zurückzublicken und den Geburtstag gebührend zu feiern.

Am 11. Januar 1989 trafen sich 43 Bad Emstaler im Gästekasino des Psychiatrischen Krankenhauses in Merxhausen zur Gründungsversammlung. Ziel damals wie heute war es, den Bad Emstalern ihr kulturelles und historisches Erbe näher zu bringen. Seit diesem Abend vor 25 Jahren ist viel passiert.

Während der ersten Versammlung beschloss man, sich für die Schaffung eines Museums in der alten Schule in Merxhausen einzusetzen sowie für den Erhalt und die Erforschung des ehemaligen Klosters. Dieser Plan konnte allerdings nie in die Tat umgesetzt werden und so verlor der Verein im Laufe der Jahre immer mehr Mitglieder.

Dornröschenschlaf

Erst 1999 erwachte der Verein aus seinem Dornröschenschlaf, und man begann neue Projekte anzustoßen, sagt der Vorsitzende des Vereins, Hartwin Neumann. Einer der ersten großen Erfolge sei die Errichtung des Erinnerungsdenkmals für die Opfer des Zweiten Weltkriegs im Jahr 2001 gewesen.

Weitere Projekte folgten, doch noch immer fehlte ein Ort, um die über Jahre gesammelten historischen Objekte in einem angemessenen Rahmen zu präsentieren.

Im Jahr 2006 wendete sich das Blatt, als der damalige Geschäftsführers des Zentrums für Soziale Psychiatrie, Herbert Dreisbach, dem Verein einen Raum im Keller des ehemaligen Gutshofs in Merxhausen zur Verfügung stellte. Das Museum sei bei den Bad Emstalern gut angekommen, versichert Neumann. Die Leute brachten nicht nur Exponate vorbei, sondern auch die Mitgliederzahlen des Vereins stiegen.

Bald nutzte er mehrere Räume, es fanden die ersten Ausstellungen und Vorträge statt. Höhepunkte seitdem seien die Einrichtung des Erzählcafés im Jahr 2008 und die Gründung des Historischen Wanderwegs am Ufer der Ems im Jahr 2009 gewesen, sagt Neumann. In diesem Jahr habe man sich auf die die Mitarbeit am Projekt Eco Pfad Friedenspädagogik konzentriert, der zur Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg und Frieden anregen soll.

Dauerausstellung

Im nächsten Jahr soll eines der größten Projekte der Vereinsgeschichte weiter voran gebracht werden: Die Einrichtung der Dauerausstellung „Lebensbilder - Leidensbilder - Frauenbilder“. In dieser soll die 800-jährige Geschichte der Merxhäuser Pflege- und Heilinstitutionen, die entscheidend und fast ausschließlich von Frauen geprägt wurde, gezeigt werden.

Verbleib im Gutshof

Die lange Auseinandersetzung um den Verbleib des Museums im Gutshof scheint zu Beginn des Jubiläumsjahres endlich geklärt. Neumann liegt ein unterschriftreifer Mietvertrag zwischen Vitos Kurhessen und dem Kultur- und Geschichtsverein vor.

Die Feier anlässlich des 25-jährigen Jubiläums findet am Samstag, 11. Januar, ab 19 Uhr im Parkhotel Emstaler Höhe statt. Dabei werden unter anderem langjährige Mitglieder geehrt und der vereinsinterne Kulturpreis verliehen. Anmeldungen zur Veranstaltung nimmt Angelika Lengemann noch bis zum Samstag, 4. Januar 2014, unter 05624/362 oder per Email an Angelika.Lengemann@t-online.de entgegen.

Von Michaela Pflug

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare