Vom neuen Lindenplatz aus auf dem historischen Rundweg durch die Gemeinde

Die Geschichte wird wach

Körle. Zu Fuß oder mit dem Rad, der neue historische Rundweg „anno dazumal“ durch Körle lädt zu einer Reise in die Vergangenheit ein. Auf viereinhalb Kilometern geht es von der Dorflinde bis zum Alten Gerichtsplatz einmal quer durch den Ortskern.

An 30 Stationen wird der Wanderer über markante, geschichtsträchtige und wichtige Straßen, Plätze und Gebäude des Ortes informiert. Ob die Alte Wasserleitung von 1920, für die die Einwohner selbst mit gegraben haben, und der Güterbahnhof, an dessen Ladestraße die Amerikaner 1945 stationiert waren: die Tafeln an den einzelnen Stationen geben detailliert Auskunft.

Mit der alten Bekanntmachungsschelle, der „Dorfglocke“ also, rief Bürgermeister Mario Gerhold die Anwesenden zusammen, um den historischen Rundweg zu eröffnen und zugleich den neu gestalteten Lindenplatz einzuweihen. Als „Gute Stube“ von Körle bezeichnete Gerhold das Rondell unter der Linde. Mit einheimischen Materialien ist ein schöner, barrierefreier und zum Verweilen einladender Platz entstanden.

„Der Lindenplatz ist die gute Stube von Körle.“

Mario Gerhold Bürgermeister

Dort befindet sich auch die erste Station des Rundweges. Eine große Informationstafel zeigt einen Ortsplan, auf dem die 30 Anlaufstellen eingezeichnet sind und gibt einen Überblick über die Geschichte von Körle. Verantwortlich für die Texte auf den Tafeln ist Heinz Rüdiger.

Gemeinsam mit der Gemeinde hatte er auch die Idee für den Rundweg. Der ehemalige Schuldirektor recherchierte und fasste die historischen Gegebenheiten in Worte. Zudem befinden sich auf den Tafeln Bilder aus vergangenen Zeiten, an die sich einige aus Körle noch gut erinnern können.

Geschichte wachhalten

Vor der Einweihung des Platzes und der Eröffnung des Rundweges wurde schon einmal vor der Volks- und Raiffeisenbank gefeiert. Bei Bratwurst und Musik des Körler Musikzuges beging die VR-Bank ihren 150. Geburtstag. Und weil die Bankfiliale ebenso zur Gemeinde gehört, wie der Lindenplatz, gab es 2000 Euro von dem Finanzunternehmen für die Neugestaltung der ersten Station des historischen Rundweges.

Insgesamt 69 000 Euro hatte die Gemeinde für die Vorhaben „Lindenplatz“ und „Rundweg“ zur Verfügung. Das Geld sei gut angelegt zum Erhalt der Historie des Ortes für die nachrückenden Generationen, sagte Gerhold.

Es gebe immer wieder Menschen, die nach Körle ziehen und auch für die Kinder, die in der Gemeinde aufwachsen, sei der Rundweg eine gute Möglichkeit, die Gemeinde kennen zu lernen.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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