Schockanrufe

Opfer zahlten aus Angst

Homberg/Schwalmstadt. Einen fünfstelligen Betrag erbeuteten Unbekannte durch Schockanrufe bei russisch-stämmigen Bewohnern des Landkreises am Freitag und Samstag in Schwalmstadt und Homberg.

Nach einigen Wochen der Ruhe sei die erste Tat am Freitag zwischen 11 Uhr und 12.47 Uhr in Schwalmstadt verübt worden, berichtete die Polizei. Die Geschädigte in Schwalmstadt beschrieb den Geldabholer folgendermaßen: Ein Mann über 30 Jahre alt, schlank, 1,80 bis 1,85 Meter groß, normal lange strohblonde Haare. Er trug eine graue Jacke und eine graue Hose.

Der zweite Fall ereignete sich am Samstagvormittag zwischen 10.30 Uhr und 11.10 Uhr in Homberg. Der Geldabholer wird in diesem Fall wie folgt beschrieben: Männlich, 18 bis 20 Jahre alt, 1,80 Meter groß, kurze, dunkelblonde Haare, schlank. Er trug eine braune Jacke und blaue Jeans.

In jüngster Zeit wurden ältere, aus Russland stammende Menschen, Opfer von Betrügern. Die Täter sprechen fließend Russisch und täuschen vor, ein Familienmitglied sei – beispielsweise nach einem angeblichen Verkehrsunfall – in einer Notlage und benötige dringend Geld. Zum Teil wurde gedroht, die Familienmitglieder würden eingesperrt, wenn nicht umgehend gezahlt werde.

Bei solchen Anrufen – nach Angaben der Polizei kommen sie häufig aus Litauen – rät die Polizei, sich die Telefonnummer zu notieren, stimmliche Besonderheiten des Anrufers zu merken und die Polizei zu verständigen. Auf keinen Fall sollte zurückgerufen werden. (ras)

Quelle: HNA

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