Patienten bekamen Kortison als Vorbeugung

Gesundheitsamt: Giftstoff kann die Lunge schädigen

Homberg. Durch das Einatmen des in Homberg freigesetzten Giftstoffes kann es zu Lungenödemen, also Flüssigkeitseinlagerungen in den Lungenbläschen, kommen. Ein solches Ödem ist oft lebensbedrohlich.

Das erläuterte Dr. Peter Urban vom Kreisgesundheitsamt.

Es sei ihm aktuell jedoch kein Fall bekannt, in dem ein Betroffener des Unfalls vom Mittwoch ein solches Ödem habe. Als Vorbeugung habe man einigen Personen nach dem Unfall Kortison gespritzt. Gegen Atemnot werde den Patienten Sauerstoff verabreicht.

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Grundsätzlich gelte, dass vor allem jene Menschen sorgfältig beobachtet werden müssen, die dem Giftstoff nahe gekommen sind. Im Krankenhaus werde genau darauf geachtet, ob sich die Lungenfunktion verändere. Wer von den Betroffenen nicht im Krankenhaus bleiben wolle, werde aufgefordert, selbst auf etwaige Symptome zu achten und gegebenen falls einen Arzt zu kontaktieren.

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Am Tag des Homberger Giftunfalls haben sich 35 Anrufer beim Gesundheitsamt gemeldet, die sich Sorgen um ihre Gesundheit machten. Am Dienstag waren es laut Urban noch 25 Personen. In den meisten Fällen habe man die Anrufer schnell beruhigen können. So hätte etwa ein Anrufer aus der Schwalm gefragt, ob er sein Fenster auch geschlossen halten müsse. Bei Fragen von Hombergern, die tatsächlich verdächtige Symptome verspürten, verwies das Amt sie an die Ärzte. (ode)

Fragen beantwortet das Gesundheitsamt Homberg, Tel. 0 56 81/77 56 78.

Quelle: HNA

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