Die Initiative Lust auf Garten lud ein in eine naturnahe Idylle rund ums alte Pfarrhaus

Ein gewachsenes Paradies

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Großzügige Teichanlage: Gesammelte Feldsteine, Stauden- und Schilfgewächse fassen die Wasserfläche im 2000 Quadratmeter großen Garten auf natürliche Art und Weise ein.

Rommershausen. Wer über den markanten Eisenzaun in der Rommershäuser Ortsmitte schaut, der hat sofort eine Ahnung, dass sich dahinter Zauberhaftes verbirgt. Umrahmt von einem mehr als 2000 Quadratmeter großen Grundstück ragt inmitten ein herrschaftlich anmutendes Backsteinhaus auf.

In dem ehemaligen Pfarrhaus wohnen Adelheid Friedrich und Günter Strieder. Sie gehören seit Jahren der Initiative Lust auf Garten an, die von Mai bis September in besondere private Gärten bittet. So kamen in Rommershausen am Wochenende Liebhaber des naturnahen Gartens ins Schwärmen.

Storchenschnabel ist der heimliche Star: Adelheid Friedrich, hier mit Enkelin Caroline, bevorzugt die üppig wachsende und pflegeleichte Staude (links). Einen spannenden Kontrast bildet unter anderem die grazile und elegante Iris.

„Ein Rundgang reicht nicht aus – denn dabei kann man niemals alle Details entdecken“, erklärt Adelheid Friedrich ihren Besuchern. Recht hat sie: Was sie und ihr Mann sich seit 1970 geschaffen haben, ist ein großzügiges, blühendes Paradies. „Im vergangenen Jahr hat ein Sturm leider den alten Baumbestand völlig zerstört“, erzählt die Rommershäuserin, die eine schlichte Maxime hat: „Ein Garten muss wachsen – erst dann entsteht ein Bild.“

Wie gemalt fügen sich die Winkel und Nischen zu einem grünen Gemälde zusammen. Gefällige Sitzecken mit Möbeln aus Rattan oder Metall sind liebevoll zwischen Teich und Staudenbeeten arrangiert. Wer Schatten bevorzugt, macht es sich unter einer bewachsenen Pergola gemütlich. Wer den Blick schweifen lässt, entdeckt Originelles: Ausrangierte Küchenutensilien, ein altes Fenster, ein Stuhl, aus dessen Sitzfläche es üppig grünt.

Im Bauerngarten fassen hübsche Buchsbaumhecken die Beete ein, hilft ein Holzgerüst den Stangenbohnen beim Ranken. Auf Tafeln oder Dachziegeln erzählen Sinnsprüche von der Lust am Gärtnern. In Staudenbeeten macht sich Storchenschnabel breit: „Der deckt vieles zu“, so Adelheid Friedrich. Auf dem Areal findet sich nirgends Verbundpflaster: „Zu einem alten Haus passen Feldsteine besser“, findet die Gartenliebhaberin. Und nach getaner Arbeit, die sich die Gärtnerin mit ihrem Mann teilt, lädt eine Sitzgruppe am großen Teich zum süßen Müßiggang ein – Kronleuchter in den schattenspendenden Wipfeln inklusive.

• Weitere Gärten und Termine: Tel. 05684/8834

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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