Guxhagen plant interkommunales Gebiet- Gewerbefläche in der Kritik

Guxhagen. Guxhagen soll mit seinen Nachbargemeinden Körle und Söhrewald über ein gemeinsames Gewerbegebiet an der Autobahn 7 bei Ellenberg ins Gespräch kommen.

Außerdem soll die Fuldagemeinde die Verkaufsbereitschaft unter den Eigentümern des Geländes abklären. Das beschloss das Parlament nach einer kontroversen Diskussion.

Bernhard Reuße (GL) sagte zu dem Vorhaben, Grund und Boden sei nicht vermehrbar. Bei den Gewerbeflächen an der A7 habe man einen großen Rahmen gesteckt und im Vorfeld nicht mit den Eigentümern gesprochen.

Seitens der Grünen sagte Dr. Antje Hollstein, man wolle sich der Entwicklung nicht verschließen, allerdings müsse darauf geachtet werden, dass Umwelt- und Lärmbelastungen am Ort gering gehalten werden.

Melanie Reuße (CDU) fragte die Gemeindevertreter: „Warum wohnen Sie auf dem Dorf, was schätzen Sie hier?“ Bodenflächen könne man nur einmal zerstören. Mit dem Gewerbegebiet werde eine Vollerwerbslandwirtschaft zerstört. Ihr Fraktionskollege Mark Weinmeister erklärte, Flächen zur Herstellung von Lebensmitteln seien wichtig. Nichtsdestotrotz sei in der Diskussion eine Abwägung gefragt. Positiv sei in der Sache die angestrebte Zusammenarbeit mit anderen Kommunen. Mit diesem Konzept komme man weg vom Kirchturmdenken. Bei der Umsetzung lege er Wert darauf, dass ein Ausgleich für den Eingriff in die Natur nicht nach altem Muster vonstatten gehe. Die Landwirtschaft dürfe bei Ausgleichsmaßnahmen nicht zweimal gestraft werden.

Reiner Kramm (SPD) sagte, ohne die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden sei das Vorhaben nicht leistbar. Man sei nicht in der Lage, auf Zuschüsse zu den Erschließungskosten zu verzichten.

Hintergrund:

Nach Verwaltungsangaben können bei der Ausweisung der Gewerbefläche nur in Zusammenarbeit mit wenigstens zwei Gemeinden Zuschüsse in Höhe von bis zu 50 Prozent beantragt werden. (lgr)

Quelle: HNA

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