Es gibt haufenweise Ärger

Viele Schwälmer beschweren sich über Hundedreck

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Martina Schmerer

Schwalm. In Schwalmstadt stinkt‘s, in der Stadtverwaltung wird eine Gefahrenabwehrverordnung entworfen, die eine Handhabe gegen uneinsichtige Hundehalter ermöglichen soll. Der Kot soll weg von Straßen und Gassen. Bei einer Zufallsumfrage haben wir Stimmen zum Problem gesammelt.

„Hundehaufen stinken bestialisch“, „sie sind eklig“ und „sie liegen einfach überall herum“ - Passanten hatten bei unserer Zufallsumfrage in der Treysaer Innenstadt kein schmeichelhaftes Urteil über das Stadtbild, in der Zeitung wollten die meisten ihren Namen allerdings lieber nicht lesen.

Anders Ingrid Rothe (57) aus Treysa: Sie ist selbst Hundehalterin und geht stets mit Plastiktüten bewaffnet aus dem Haus. „Ich hebe den Hundedreck immer auf“, erklärt die 57-Jährige. Einmal habe sie einer Spaziergängerin eine Tüte für die Hinterlassenschaften deren Vierbeiners angeboten. Die Dame habe nur schnippisch geantwortet, sie möge den Hundehaufen gern selbst aufheben. „Offenbar interessiert es diverse Hundehalter nicht, wo ihre Lieblinge ihr Geschäft machen“, meint die Treysaerin.

„In den Stadtkernen, wo reger Publikumsverkehr ist, ist es nicht so schlimm. Aber je weiter man auf die Dörfer kommt, umso mehr Hundehaufen liegen herum“, berichtet Heinz Zimmermann (64) aus Willingshausen. Die Spielplätze seien mittlerweile umzäunt und damit vor Hunden geschützt. „Die Hauptrouten der Hundehalter sind aber tagtäglich aufs Neue von Hundehaufen gesäumt“, hat der 64-Jährige beobachtet.

Martina Schmerer (45), Hundehalterin aus Frankenhain, appelliert an das Verantwortungsbewusstsein der Hundehalter: „Keiner will in einen Hundehaufen treten“, sagt die 45-Jährige, Sie hofft, dass ein gutes Vorbild mehr und mehr „Herrchen“ zur Vernunft bringt. Denn das Ordnungsamt könne ihrer Meinung nach im Hundehaufen-Konflikt wenig tun, und Ein-Euro-Jobber für die Drecksarbeit einzuspannen, findet die Frankenhainerin entwürdigend.

Alle Befragten schlagen jedoch vor, dass in allen Orten Hundetoiletten (Tütenspender mit Abfalleimer) aufgestellt werden. „Schließlich zahlen die Hundehalter für ihre Tiere Hundesteuer“, so Ingrid Rothe. „Es könnte außerdem helfen, mehr Hundehaufen-Verbotsschilder aufzustellen, um wachzurütteln“, sagt D’Auteuil. Auch breit angelegte Aufklärungskampagnen gegen Hundedreck im Internet und in der Zeitung hält sie für eine sinnvolle Maßnahme.

Von Jasmin Paul 

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Quelle: HNA

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