Urlauber in Rothhelmshausen schätzen Natur, Kultur und die kleinen Besonderheiten

Es gibt nur schönes Wetter

Genießen die schönen Seiten der Region: Die Urlauber Mechtelien Barneveld und Otto Schouwska aus Holland (oben, unten links) machen Urlaub im Dorf bei Maria Reitz (unten rechts) Foto: Sauerwald

Rothhelmshausen. Weiße Strände und bergige Landschaften gibt es in Rothhelmshausen nicht. Das kleine Dorf in der Nähe von Fritzlar hat nur 245 Einwohner. Urlaub machen kann man in Rothhelmshausen aber trotzdem, weil es auch auf dem Land jede Menge Angebote für Urlauber gibt.

„Vorbereitung ist alles, beim Urlaub in der Region“, sagt Maria Reitz, die im Dorf Ferienwohnungen und ein Restaurant besitzt. Einen Strandkorb gibt es dort auch. Viele ihrer Urlauber sind Stammgäste, über neues Publikum freut sie sich immer besonders.

Am besten gefalle es den Selbst-Organisierern und Individualisten, sagt sie. „Es liegt auch an der Einstellung der Leute, denn hier sind die Natur und die Ruhe sehr präsent“, sagt Reitz.

„Viele Urlauber suchen etwas Spektakuläres, für uns müssen es aber nicht die Rocky Mountains sein.“

Otto Schouwska

Die Wohnungen, die sie anbietet sind zeitgemäß und freundlich, nicht super-luxuriös. Ab und zu bietet sie ihren Gästen auch Märchen-Menüs an, weil sie findet, dass das Märchenthema der Region etwas gibt, woran sich die Urlauber erinnern können.

Mechtelien van Barneveld und Otto Schouwska aus Groningen in Holland verbringen gerade ihren Urlaub im Dorf. Zum ersten Mal waren sie vor zehn Jahren zur documenta in Hessen. Seitdem kommen sie fast jedes Jahr zu Maria Reitz nach Rothhelmshausen. Ein paar Mal auch mit den Kindern und Enkeln.

„Es ist immer ganz still hier“, sagt van Barneveld. Dem Ehepaar gefällt am Urlaub in Hessen vieles: „Die Ruhe, die Umgebung, die Museen, die schönen Städte mit den Fachwerkhäusern, die Landschaft und die Wanderwege“, erzählen sie. „Auch das schlechte Wetter ist schön, zu tun gibt es bei jedem Wetter etwas“, sagt Schouwska. Bei Sonnenschein gehen sie in der Stockelache und im Edersee schwimmen. Im Nationalpark Kellerwald waren sie mit ihren Enkeln.

Weil das schlechte Wetter ihnen nichts ausmacht sind sie bei jeder Witterung unterwegs, zum Beispiel in Fritzlar, Marburg und Kassel.

Oft geht es auf Erkundungstour: Zu Fuß über die Wanderwege oder mit dem Auto über die Landstraße. „Kleine Zelte mit Erdbeeren, das ist schön“, sagt Barneveld über die Entdeckungen am Wegesrand.

„Viele Urlauber suchen etwas Spektakuläres, für uns müssen es aber nicht die Rocky Mountains sein“, fügt ihr Mann hinzu. Ab und zu bleiben sie auch einfach im Dorf und genießen die Ruhe und das Nichtstun. Das klingt nach einem schönen Urlaub.

Von Pia Sauerwald

Quelle: HNA

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