Gilserberg: Im alten Schleckermarkt könnten Lebensmittel verkauft werden

Gilserberg. In Gilserberg gibt es Bewegung in der Frage der Nahversorgung. Es könnte wieder ein Lebensmittel-Laden im alten Schleckergebäude entstehen.

Dem Parlament lagen kürzlich dazu gleich zwei Anträge vor, von CDU und SPD vor. Zugleich wurde angedeutet, dass sich die Mandatsträger möglicherweise noch zu einer Sondersitzung treffen müssten.

Im Ziel waren sich beide im Gilserberger Parlament vertretenen Fraktionen einig: Die Nahversorgung in Gilserberg soll sichergestellt werden. Doch im Vorgehen gab unterschiedliche Ansätze. Dennoch wurden beide Anträge einstimmig verabschiedet.

Die Debatte war nötig geworden, nachdem Aldi Ende des vergangenen Jahres seine Pforten geschlossen hatte und die Kerngemeinde ohne Lebensmittelladen war. Mit dem Umzug von Brigittes Hochlandlädchen zu Beginn des vergangenen Monats in den ehemaligen Schleckermarkt wurden Pläne bekannt, dass auf der restlichen Fläche des ehemaligen Marktes ein Lebensmittel-Laden entstehen könnte.

Und auf diese Pläne bezog sich der SPD-Antrag. Fraktionssprecher Martin Dippel machte deutlich, dass es für den möglichen Investor hilfreich wäre, wenn die Gemeinde als Unterstützer und Partner zur Verfügung stünde. Seiner Darstellung nach hat das Konzept einen guten Eindruck hinterlassen, doch wäre wohl eine Sondersitzung nötig, wenn die Gemeinde für den Laden eine Bürgschaft übernehmen würde.

Gewisse Eile geboten

Nach Meinung Dippels ist eine gewisse Eile geboten, denn die Käuferströme wurden sich schnell neu orientieren und vor allem seien zurzeit alle Gilserberger ohne Auto vor große Probleme beim alltäglichen Einkauf gestellt.

Dem pflichtete CDU-Sprecher Wolfgang Urbanek bei. Man solle jede, auch noch so kleine Chance wahrnehmen, um einen Lebensmittelhändler zu erhalten. Allersdings schränkte er ein, müsse vor einer Bürgschaft klar sein, wie hoch das Risiko für die Gemeinde ist.

Zahlen und Details besprechen

Deshalb forderte er, dass in den Ausschüssen Zahlen und Details besprochen werden müssten, bevor die Gemeindevertreter über eine mögliche Bürgschaft entscheiden.

Als Ergänzung wollte der Sprecher der CDU, Philipp Vestweber, den CDU-Antrag gewertet wissen, in dem die Voraussetzungen für die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes im Mischgebiet „Im Bornfeld 2“ geschaffen werden sollen, um so Interessenten die Möglichkeit zur Ansiedlung zu eröffnen. Fakten sollten dabei nicht geschaffen werden, sondern nur die Vorplanungen eine mögliche Ansiedlung.

Quelle: HNA

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