Die Spitze der Eiseskälte

Gilserberger Ortsteil Moischeid gehört zu den kältesten Orten

Brach den Kälterekord: Moischeid, hier Einwohner Freddy Wurmbäck, zählte 2012 zu den kältesten Orten Deutschlands. Archivfotos:  1 Rose/ 1 Grede

Hauptschwenda/Moischeid. Der Gilserberger Ortsteil Moischeid gehört laut Wetterexperten zu den kältesten Orten Deutschlands.

Woher man das so genau weiß? Seit mehr als zwölf Jahren steht auf dem Grundstück von Horst Kohl eine Station des Deutschen Wetterdienstes. Von hier werden die Daten laufend nach Offenbach übertragen.

Als zumindest kälteste Nacht des bisherigen Winters gilt die Nacht zu Mittwoch. Laut Familie Kohl waren es minus 14,4 Grad. In den vorherigen Nächten sei das Quecksilber auf minus acht beziehungsweise neun Grad gesunken. Tags lag der Wert am Mittwochvormittag in zwei Metern Höhe bei minus 8,2 Grad.

Wie die Kohls berichten, werden die Messgeräte in Kürze erneuert, noch feinere Sensoren sollen noch detailliertere Daten liefern.

Wetterdaten aus dem Knüll werden auch in Hauptschwenda erfasst: Hier heißt der Wetterfrosch Heinrich Kuhn. In 2014 gehörte der Neukirchener Ortsteil zu Hessens kältesten Orten. Kuhn betreut seit 1977 die dortige Wetterstation. Wettermessungen haben in Hauptschwenda Tradition: Bereits 1928 hatte Lehrer Fenner damit begonnen.

Heinrich Kuhn erklärt, dass jeweils die Nächte zu Dienstag und Mittwoch zu den kältesten des Winters gehört hätten – seine Station zeigte knapp minus 14 Grad. Auch tags sei es jetzt unangenehm, erzählt der Landwirt: „Es sind minus acht Grad, aber heute weht der Wind sicher mit Stärke Fünf. Das fühlt sich an wie Messerstiche auf der Haut.“

Während am Dienstag fast alles an der Station automatisch läuft, muss der Hauptschwendaer noch täglich selbst die Schneehöhen melden. Die geschlossene Schneedecke von Montag habe nur wenige Stunden angehalten, heute liege ein knapper Zentimeter. 

Quelle: HNA

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