Zum Melanchthon-Kolloquium der Theodor-Heuss-Schule gibt es jetzt eine Publikation

Theodor-Heuss-Schule: Publikation über Melanchton

Melanchthon-Publikation: Mitwirkende und Förderer präsentierten die ersten druckfrischen Exemplare. Im Vordergrund stehen die beteiligten Schüler Julia Braunleder, Sabrina Quanz und Steffen Koch. Foto: Ehl-von Unwerth

Homberg. 2010 jährte sich der Todestag des Wittenberger Reformators, Humanisten und Pädagogen Philipp Melanchthon zum 450. Mal. Grund genug für die Mitglieder der Arbeitsgruppe Hans Staden der Homberger Bundespräsident-Theodor-Heuss-Schule (THS), ihre Aufmerksamkeit auf diesen Vordenker der höheren Schule zu richten. Gemeinsam mit Oberstufenschülern des Orientierungskurses Geschichte (Jahrgang 11) und des Grundkurses Religion (Jahrgang 12) nahmen sie sich des Themas an.

Die erarbeiteten Erkenntnisse präsentierten sie im Oktober in einer thematisch breit angelegten Veranstaltung. Dabei stellten sie die Person Melanchthon und seine Bildungsanliegen aus diversen Perspektiven dar.

Bildung war sein Anliegen

Besonders die bildungstheoretische Bedeutung Melanchthons habe man verständlich machen wollen, berichteten die das Projekt initiierenden THS-Studienräte Professor Jürgen Schulz-Grobert und Dr. Uwe Schäfer. Ihr Vorhaben unterstützten zudem der Zweigverein Homberg im Verein für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel, der Förderkreis Hans Staden sowie das Evangelische Forum Schwalm-Eder.

Jetzt sind die Beiträge in einer knapp 70-seitigen Publikation nachzulesen. „Reformation und Bildungsreform“ lautet der Titel des Buches, das neben Abhandlungen von Dr. Uwe Schäfer, Professor Schulz-Grobert und dem Wittenberger Universitätsprofessor Dr. Jürgen Helm auch zahlreiche Schülerbeiträge aufweist.

Weitgehend selbstverantwortlich erarbeiteten die Gymnasiasten den zeitgeschichtlichen Kontext im frühen Humanismus: Dabei betrachteten sie das damalige Menschen- und Weltbild sowie Einflüsse von Buchdruck, Kunst und Wissenschaft.

Die methodisch abwechslungsreich aufgearbeitete biografische Spurensuche reichte von Melanchthons Kindheit und Jugend bis hin zu seinem für seine Zeit revolutionären Pädagogik- und Theologieverständnis.

Die Mitarbeit der Schüler habe sich als äußerst ertragreich herausgestellt: Eine solch hohe wissenschaftsorientierte Qualität finde man nicht an jeder Schule, würdigte Jürgen Schulz-Grobert den Einsatz der angehenden Abiturienten.

Quelle: HNA

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