Nordhessenweiter Ausbau der Breitbandversorgung geplant

Schwalm-Eder. Das nordhessische Glasfasernetz bekommt Konturen. Die ersten Verträge zur Planung eines gemeinsamen Hochleistungs-Breitbandnetz werden derzeit ausgearbeitet.

Die nordhessischen Landkreise Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder, Werra-Meißner, Landkreis Kassel sowie Hersfeld-Rotenburg würden das Netz bauen und es an einen Partner vermieten. Das Bad Hersfelder Beratungsunternehmen Broadband Academy hat in einer Studie jetzt die Machbarkeit bestätigt. Derzeit gebe es aber noch zu viele Variablen, um die endgültigen Kosten seriös zu benennen, sagt Marc Ullrich von Broadband Academy.

Die Zahl dürfe ohnehin nicht herausgegeben werden, um die Auftragsvergabe und somit das gesamte Projekt nicht zu gefährden, ergänzt Kathrin Laurier, Projektverantwortliche beim Regionalmanagement Nordhessen. Zuletzt waren Zahlen in der Öffentlichkeit aufgetaucht, die aus dem Zusammenhang gerissen und falsch waren, kritisiert sie.

In der Machbarkeitsstudie hatte die Broadband Academy einen kabelgebunden Ausbau untersucht. „Wir wollen eine flächendeckende Versorgung von mindestens 25 Mbit/s in Nordhessen“, sagt Ullrich. Die Planung sehe vor, dass eine Infrastrukturgesellschaft gegründet werde, die den Ausbau der Netze vornimmt.

Weitere Stufen der Wertschöpfung sind der Netzbetrieb und zusätzliche Dienstleistungen. Für diese komme nur ein potenter Partner in Frage. Gespräche habe es von lokalen Unternehmen wie der OR-Netwok, der Netcom bis hin zu Vodafone und Telekom gegeben, sagt Ullrich.

Vorfinanziert würde der Ausbau über ein Landesdarlehen bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen. Die Kommunen müssten bis zu 20 Prozent der Investitionssumme in die Gesellschaft einbringen, sagt Ullrich.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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